Das Wollefest 2012 in Leipzig

Veröffentlicht 3. Juni 2012 von witchym

Ich war natürlich auch dort. ICH war natürlich auch dort! Das erste Mal in größerem Rahmen, das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. Ich weiß noch gar nicht genau, wo ich anfangen und aufhören soll bei meinem Bericht.

Walter wollte unbedingt mit dem Auto fahren. Vielleicht hatte er Angst, er müsse sonst auf dem Heimweg kiloweise meine Einkäufe schleppen. *grins
Die Anreise war dann gar nicht so einfach wie gedacht. Franky, unser Navi, ist derzeit wegen Sprachstörungen in der Klinik. Also ich schnell auf die Karte geschaut und los. naja … Leider hat mein eingebautes Navi namens Hirn auch total versagt. Nichts von Karte und Realität hat zusammengepasst. Eher zufällig haben wir dann Hinweisschilder entdeckt. Nächstes Problem: Parkplatzsuche. Wurde in der 2. Runde auch gelöst. Puhh … jetzt – inzwischen Mittagszeit – kann’s ja losgehen.

Der uns bisher unbekannte Agra-Park ist ja wirklich seeeehr beeindruckend. Den schauen wir uns bald nochmal genauer an.

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Wir nahmen den Eingang am Weißen Haus, das Walter und mich als potentiell Heiratswillige ziemlich interessiert. Seitlich, nur ein paar Meter weiter, waren die ersten Händler „im Gebüsch“ zu erkennen.

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Zwischen Bäumen und Sträuchern versteckt. Wir haben uns erst einmal einen groben Überblick verschafft. Walter mag das auf diese Weise. Vielleicht, damit er weiß, wo er mich suchen muss, sollte er mich verlieren… Ich fand die „oben“ verteilten Stände ein bisschen … versteckt, einsam. Das war mein erster Eindruck bei der Ankunft. Als wir später am Nachmittag die Stände näher untersuchten, war dieser Eindruck zum Teil aufgehoben. Gegen Mittag waren wahrscheinlich einfach noch nicht genug Besucher da. In dem großen Gelände passen ja auch eine Menge Besucher rein, die sich total verlaufen. Muss man halt auch bedenken. Trotzdem fand ich diesen Teil irgendwie stiefmütterlich behandelt.

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Auf dem von mir empfundenen Hauptplatz tummelte sich das Leben: Die Stände waren dichter, das Catering war hier angesiedelt und die wichtigen Toiletten 🙂

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Es waren viel mehr Händler da, als bisher. Altbekannte, neue. Der Mix war so gut wie die Jahre zuvor auf begrenztem Raum. Ich habe mich gefreut, Familie Locke wiederzusehen, die ich gar nicht fotografiert habe, wie ich feststellen muss. Dort habe ich auch den einzigen Wollekauf getätigt (jawoll, glaubt es ruhig. Ich war sehr vernünftig, denn das ich hier was kaufe, hatte ich mir schon zu Hause vorgenommen.)

Sandy’s Stand war ständig dicht umlagert.

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Unser kleiner Talk war kaum mehr als ein Hallo. Hat mich natürlich trotzdem gefreut. Die Spinnerinnen davor haben wirklich Jung und Alt angezogen:

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Ich habe versucht, ein schönes Familienfoto von Sandy und Mann hinzukriegen. Hat nicht geklappt, sie waren zu sehr in Action.

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Ich muss beim Bilderschauen feststellen, dass ich gar nicht soo viele Bilder von den Ständen gemacht habe. Hier sind aber wenigstens einige:

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Ebenso interessant wie die Kaufmöglichkeiten war das Publikum. Ich empfand es sogar als große Bereicherung, dass es nicht so ausgesprochen heiß wie andere Jahre war. Dadurch gab es viele Strickjacken, Pullover, Tücher usw. zu sehen. Wirklich bedeutend mehr als bisher, wie ich fand. So manches Modell zog viele Blicke und Kommentare an:

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Ist diese gehäkelte Jacke nicht Wahnsinn. Nicht jeder mag das Bunte mögen, aber was für eine Arbeit! Diese Frau weiß garantiert, wie Geduld geschrieben wird.

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Diese Weste hat auch für Aufsehen gesorgt. Gleich nach diesem Foto wurde der Rucksack abgelegt, damit ein Fotograf Bilder machen konnte. Leider hab ich mich nicht so schnell in Position gebracht und die Gelegenheit verpasst. Aber auch hier erkennt man, dass Farbe und Modell zusammen was ganz Besonderes sind, oder?

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Tja, so habe ich auch Bekannte wiedergetroffen. Susi mit Mama, zum Beispiel. Wer hätte gedacht, dass ich mal jemanden aus Schönheide treffen würde!

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Dann natürlich Sabine aus Aue und Petra aus Albernau (auf dem folgenden Bild ist nur Sabine). Wir hatten vorher schon per Mail abgesprochen, dass wir uns über den Weg laufen wollen. 🙂

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Sabines Strickjacke ist einfach nur schön! Ich war zufällig in der Nähe, als sie einer altbekannten Handarbeitsfreundin in die Arme lief. Was haben sich die beiden gefreut! Da musste ich doch gleich mal knipsen:

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Auch mein liebes Sockentrudchen hat sich in ihrer Gruppe wohlgefühlt:

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Währenddessen hat Walter Grashalme gezählt:

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Trotz mangelnder Sitzgelegenheiten wurde überall gestrickt:

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Auf unserm Weg Richtung Ausgang kamen wir an einen Stand mit wunderschönen gefilzten Sachen. Die Frau saß am Spinnrad, es waren gerade kaum andere Leute dort, so dass es recht ruhig war. Und das Spinnrad hat soooo schön … tja, wie nennt man das? … gekapptert? Es war das Geräusch, was man aus den Märchen kennt. 🙂 Das war sooo schön!

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Nicht weit von hier entfernt war eine Frau … nun … sie hat nicht sooo glücklich ausgesehen …

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Sie tat mir leid und ich ging ein bisschen näher …

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Nur ein paar Meter entfernt tobt das Leben und es gibt kiloweise Wolle. Und sie muss hier ganz alleine und nackisch sitzen. Da muss man ja einfach komisch in die Welt schauen, oder? 🙂

Ach ja … da gab es noch ein kleines Highlight für mich auf dem Wollefest:

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Meine Kollegin, die sich gerade aus dem Büroalltag zurückzieht und die Freizeitphase antritt. Was kann da gelegener kommen, als ein Wollefest? Da sie schon ein paar Tage zu Hause ist, hatten wir gar nicht darüber gesprochen, ob sie nach Leipzig fährt oder nicht. So war es eine schöne Überraschung. Ich frage mich, ob sie im Zug Sabine und Petra getroffen hat. Sie hatten die selbe Strecke…

Fazit: Es war ein schönes Wollefest!!!!

Ich bin ein bisschen stolz, dass ich vernünftig geblieben bin in Bezug auf Einkäufe.

Allerdings habe ich bemerkt, dass die letzten Monate ohne intensives Stricken und ohne Verfolgen der Online-Kontakte, ihre Spuren hinterlassen haben. Irgendwie kam ich mir ein bisschen fremd vor. Und ohne Christine, die lieber einen Klöppelkurs in Berlin besuchte, hat mir gaaaanz viel gefehlt.

Der Charme des Wollefestes vom kleinen Hinterhof ist vorbei, aber das war abzusehen. Die Erinnerungen daran werden nun umso wertvoller. Aber: Auf diesem Gelände hat das Wollefest ungeahnte Möglichkeiten, noch weiter zu wachsen, wenn das gewollt ist. Vielleicht ist die Aufteilung in zwei Ebenen gar nicht so schlecht. Mit der Zeit kann sich ja ein gewisses Leitsystem entwickeln, den irre kreativen Köpfen fällt da bestimmt was Cooleres ein als mir (Hinweisschilder = Pfeile oder Fußspuren auf dem Weg). 🙂
Ich fände es sogar schön, wenn sich auch ein paar Händler außerhalb des Themas „Wolle“ ansiedeln würden. Männerthemen etwa, Biosachen usw. Der ein oder andere Stand mit Stoffen käme sicher auch gut an. Ein oder zwei mehr Fütterstellen hätten den vorhandenen zwei ein bisschen Stress genommen.

Dass Sitzgelegenheiten fehlten, war sicher nicht optimal. Aber es gab ja Gründe dafür. Wer nächstes Jahr kommt und Gelegenheit hat, bringt vielleicht eine Picknickdecke mit. Der Park bietet sich sowieso für ein Picknick an. Vielleicht gibts nächstes Jahr Sitzmöglichkeiten auszuleihen, ähnlich wie Liegestühle am Strand? Fänd‘ ich cool. Müsste wegen mir auch nicht kostenlos sein. Wir wollen mal nicht vergessen, dass ein paar Privatpersonen dieses riesen Event auf die Beine stellen!

Also nächstes Jahr kommen wir dann ohne Auto, oder doch mit Auto + Picknick-Ausrüstung? Wir haben ja ein Jahr Zeit zum Überlegen. hihihi Das nächste Mal muss Christine wieder mit.

Schade, dass ich Frau Drachenwolle nicht getroffen habe. Habe ich eigentlich den Stand vom Strickcafé gesehen? Wo fand die Modenschau statt? Irgendwie hab ich wohl ein bisschen was auch verpasst…

Ah ja … Eine Frage bleibt noch … Wäre eine Hochzeit im Agra-Park während des Wollefestes nicht die Erfüllung aller Träume????

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6 Kommentare zu “Das Wollefest 2012 in Leipzig

  • oh du Schelm hast mich erwischt *gacker* … das sind auch schöne Fotos

    … um deine Fragen zu beantworten … die Modenschau war da, wo wir uns getroffen haben ☺ … eine Hochzeit während des nächsten Wollefests wäre das absolute Highlight … aber ich würde wahrscheinlich wegen der steigenden Gästezahl dann doch einen anderen Termin wählen *lach* … dann hab ich mich gefragt, wie weit Walter wohl mit zählen gekommen ist, ich hoffe, er hat sich nicht VERzählt *hihi*

    … na, und hatten wir nicht echt Schwein mit dem Wetter? Die Ärmsten, die erst heute dort waren … auweia

    Danke auch für deinen schönen Bericht und die tollen Bilder

    LG und ‚Drückerle* biene

    .. achso … und ganz vergessen … Deine Kollegin hab ich auch schon auf dem Wollefest getroffen und wir sind dann zusammen mit dem Zug nach Hause gefahren

  • Liebe Monika, oh Dein Beitrag im Blog ist so toll und dann Hochzeitstermin im Weißen Haus, warum nicht, dann haben wir wenigstens kein Verbot so kurz vor Beginn des Wolle-Festes. Wir durften die tollen Pagoden nicht auf den Verbindungsweg stellen, denn es wurde einfach ohne unsere Absprache ein Hochzeitstermin an dem 2.6. eingeschoben und ich musste am Tag davor die Pagoden einen kleinen Weg vorher aufbauen, trotz Einreichung der Aufstellpläne, ich war stinkesauer. Das hat einfach den Wandelweg von oben nach unten zerissen. Ja und Sitzmöglichkeiten die haben sehr viel Geld gekostet, so daß wir leider nur wenige anmieten konnten. Unser Vorschlag, heiratet doch bitte an dem letzten Maiwochenende, am 25.5.2013, dann fügt sich das ganz toll. Dort wo die einsame Frau sitzt, da durften keine Stände drauf, weil das eine geschützte Wiese ist, aber vielleicht hatten da nur die falschen Leute das sagen, der Bürgermeister war total begeistert und ich fange jetzt mal von oben an und lass mich nicht mehr von so einem Menschen, das Wolle-Fest bestimmen.
    Liebe Monika, Deine Kritik nehmen wir uns sehr gern an und ich finde es toll von Dir. Liebe Grüße Christine

  • Ach jaaaa – was habe ich verpaßt!!!! Da schlagen doch echt zwei Herzen in meiner klitzekleinen Brust. Auch wenn ich jetzt mal Alter vorschiebe, habe ich doch die Termine echt verpennt! Doch ich glaube, mein Klöppeltag war genauso toll, zumindest haben wir viel gelernt (was ja auch im Alter wichtig ist).
    Mein Galgenhumor würde sagen, ich geben den Mädels vom Strickcafe mal ein wenig Zeit, sich dort einzuleben.
    Da fäält mir auf – waren diese vielen fleißigen Wichtel gar nicht mir einem Stand dort?

    Einen lieben Gruß
    Christine

  • Danke Monika!
    Wenn auch kein Familienfoto, aber Fotos von uns! Ich hab wie man sich sicherlich denke kann, keine machen können. Und in anderen Blogs habe ich auch nur Belagerungsfotos gefunden.
    Es war wieder ein tolles Wollefest und dank dir weiß ich jetzt wie es an den anderen Ecken aussah und den ein oder anderen hab ich jetzt auch entdeckt.
    Viele liebe Grüße!
    Sandy

  • Oh jaaa, Hochzeit am letzten Samstag im Mai, das ist doch das allerschönste, was man sich so wünschen kann, oder :). Da gibt es Freibier…äh..wolle für Dich an jedem Stand und wir machen Picknick und das wäre das Highlight überhaupt. Ich krieg mich gerade gar nicht ein vor lauter Grinsen :).
    Lachende GRüßchen von Uta

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