Der Titel steht am Ende

Veröffentlicht 17. Oktober 2011 von witchym

„Himmelhochjauchzend zutode betrübt …“       „Ein lachendes und ein weinendes Auge …“         „Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust…“

Dieser Eintrag könnte viele ähnliche Titel tragen… Ich kann mich für keinen entscheiden … Dabei ist der Anlass dieses Artikels in erster Linie eine wirklich große Freude!!!

Das Strickzimmer ist (zumindest bautechnisch) schon seit 3 Wochen fertig!!!! JUHUUUUU!!!!! Der größte Dank gilt an dieser Stelle natürlich meinem Schatz, der fast im Alleingang die ganzen Bauarbeiten ausgeführt hat. Und selbstverständlich in Rekordzeit, wer Walter kennt, würde gar nichts anderes erwarten. *grins Schön ist es natürlich geworden!

Nun stopfe ich also jeden Freitag mein kleines Autolein bis unters Dach voll mit Handarbeitssachen: Bücher, Magazine und Zeitschriften, Ordner und natürlich gaaaaanz viel Material.   Puh! Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Irgendwie ist es wie mit dem „Süßen Brei“ (Ihr kennt doch alle dieses Märchen, ja??): Je mehr ich umziehe, desto mehr Zeug kommt zum Vorschein. *seufz

Eigentlich wollte ich ja mit dem Veröffentlichen warten, bis es 100 % eingeräumt ist und schööööön ordentlich aussieht. Aber es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis dieser Zustand eintritt, sollte er JEMALS eintreten … Im Moment fehlt es im neuen Zimmer noch an einer ganzen Menge Ordnungskram … sprich: Klarsichtboxen für die Wolle und hübschen Stehordnern für all die Zeitschriften …

Die Regalbretter biegen sich bereits schon, dabei ist nur ein Bruchteil gefüllt … Da Walter diesen durchbiegenden Anblick nicht ertragen kann, wird dieses Regal schon bald gegen ein Billy-Regal ausgetauscht.

Und da kommen wir nun zum Negativen an der ganzen Aktion: Ich stelle mich meinen Ängsten und möchte im neuen Strickzimmer meine Vorräte griffbereit haben. Meine Ängste heißt: Ich werde sehen und wissen, was genau ich über die Jahre wie ein Hamster gesammelt habe.

Bisher im elterlichen Haus habe ich nur ein kleines Schlafzimmer mit so gut wie keinen Stauräumen. Daher wurden meine Schätze in diversen Bodenkammern und Abstellräumen verstaut. Ich gebe zu, vor allem bei Wolle habe ich schon lange den Überblick verloren. Von den Käufen der letzten … sagen wir mal … 10 Jahre … mag es ja noch Informationen in meinen Erinnerungs-Schubladen geben. Aber davor … denn ja, es gibt auch noch einiges Material aus meiner Lehrzeit, sprich DDR-Zeiten… oh weh, sage ich nur.
So manche Kiste ist im neuen Zimmer schon gefüllt:

Und wie man rechts auf dem Bildrand sieht, liegt schon mehr Material für noch mehr Füllungen bereit … puhhh … sogar meine kleinen Puppen sind beim Anblick dieser Woll-Mengen in Ohnmacht gefallen, wie es scheint. Wie gesagt, dabei ist das noch lange nicht alles, sondern eigentlich nur die relativ frisch angeschaffte Wolle.

Bei all dem Sortieren und Räumen muss man auch mal ein Päuschen machen. In Ermangelung von Sitzgelegenheiten wurde der alte Schaukelstuhl nach oben geräumt. Er macht sich hier seeehr gut. Das Geschaukel macht einen natürlich ein bisschen müde…

Das Gästezimmer hat auch eine Sitzgelegenheit spendiert … oder sagen wir mal … leihweise zur Verfügung gestellt: Ein Sessel mit Hocker. Passt auch super in den Raum.

Rechts sieht man den Strickmaschinen-Schrank. Hinter dem Sessel, neben dem StriMa-Schrank, wird die „Klöppelecke“ eingerichtet, sprich: Dort wird der Klöppelständer seinen Dauerstandplatz haben. Einmal umdrehen und losgeklöppelt, bitte!

Von diesem Platz aus sieht mein Ausblick so aus:

Während mein Strickzimmer-Bereich mädchenhaft hell gestrichen ist, haben wir diese eine Wand im klassichen Fachwerk-Look gestaltet. Hinter der Tür verbirgt sich Walters Reich. Inzwischen ist er auch dabei, aus seiner Werkstatt eine Hobbywerkstatt zu machen. Und wer glaubt, wir würden unsere Freizeit nun auch noch getrennt verbringen, der irrt:

Während ich mir mit Zeitungen sortieren die Zeit vertrieb, schaute sich Walter alle seine selbstgemachten Wolle-Klöppel an. An viele davon konnte er sich gar nicht mehr erinnern. So gab es von seiner Seite immer wieder ein „oh“ und „ahhh“ und s“chau mal“ zu hören. Und hier noch mal schwarz auf weiß für ihn zum Nachlesen: NEIN, wir verkaufen sie nicht in ebay. Sie sind alle meine, meine, MEINE! *grins

Übrigens … wenn man die steile Treppe hochsteigt und schon mal durch das Geländer schaut … Dann wirkt der Raum wie eine Bühne. Darüber haben wir schon viele Witze gemacht und einige werden sicher noch folgen. *grins Mir gefällt es jedenfalls!

Tja … aber nun nochmal … jetzt, wo ich meinen „Reichtum“ so sehe … Ein bisschen Vernunft kommt nun doch schon ans Tageslicht. Brauche ich wirklich SOOO viele Zeitschriften? Es ist ja toll, wenn man eine Sammlung der Anna von Anfang an hat und sogar ein paar Jahre des Vorgängers … Aber werde ich wirklich jemals was aus einem Heft von 1975 nacharbeiten?  Und dann sind da ja noch stapelweise die DDR-„Handarbeiten“, von irgendwoher habe ich noch einen Stapel „Pramo“ (obwohl ich ja mit Nähen gar nichts am Hut habe), von all den doppelten Annas und Lenas mal ganz zu schweigen … Ich werde mich wohl davon trennen.
Und auch an Wolle werde ich wohl Einiges weggeben. Ich habe so viel neuere Wolle, dass es mir sicher gar nicht wehtun wird, ein paar gut abgelagerte Schätze wegzugeben.
Walter und ich diskutieren über das Wie. Wegwerfen kommt ja nicht in Frage. Wir tendieren zu ebay-Kleinanzeigen. Ebay ist mir zu aufwendig und Verschenken mag ich auch nicht mehr, nachdem ich bei meiner letzten Wolle-Verschenk-Aktion von mehr als 50 % nicht einmal ein „Ware erhalten“ oder gar ein „Dankeschön“ erhalten habe.

Trotzdem bahnt sich aber auch ein gutes Gefühl an: Endlich mal Ordnung und Übersicht zu haben und alles, wirklich ALLES , an einem Platz zu haben. Und ich könnte ein Preisrätel ins Leben rufen: Wieviele leere Plastiktüten passen in einen Gelben Sack? hihihi Solche Aktionen machen sich auch gut, um verschwundene Nadelspiele wieder zusammenzuführen, Seile aufzustöbern, usw. usw.

Fazit (Und hier kommt der Titel des Eintrags:)

Es ist eine echte Bereicherung!

(und ich freu‘ mich wie Bolle)

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5 Kommentare zu “Der Titel steht am Ende

  • Hallo, Monika!
    Klasse, wenn man so ein Räumchen für sich hat und stapeln kann und hamstern……….ich lerne im Moment die …naja, vielleicht nicht grade negative, aber lästige Seite kennen. Ich will eben diesen meinen Raum mal neu ordnen und die Regalinhalte sichten. Und ich hab so gar keine Lust. Den ich befürchte genau das, was du jetzt grade erlebst. Wohin mit all dem Kram??? Liebe Grüße Bärbel

  • Was soll ich jetzt noch schreiben?!
    Sind nicht meine Befürchtungen eingetroffen?
    Doch es wird sich alles Finden und so lange du noch in Schönheide ein Zuhause hast, können ein paar Teile dort bleiben. du wirst fleißig werkeln, dann nehmen die Vorräte von ganz allein ab.
    Inzwischen freue ich mich schon, bald wieder im „Mädchenzimmer“ zu sitzen.
    Einen schönen Tag!
    Christine

  • Dein Zimmer sieht ja schon mal super aus! Und sooo viele Vorräte sind noch gar nicht zu sehen. Lach!
    Manchmal tut es auch gut, sich von „Altlasten“ zu trennen. Denn: Es ist wirklich klasse, wenn man (wieder) einen Überblic über seine Vorräte hat, wenn man weiß: „Mensch, da war doch dieses oder jenes Garn, das eignet sich doch super für xyz.“ Deshalb wünsche ich Dir noch viel Spaß beim weiteren Einräumen und Sortieren und Aussortieren.
    Viele liebe Grüße
    Diana

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