Ein schönes Wochenende

Veröffentlicht 20. September 2010 von witchym

Ach, das ist vielleicht Mist, wenn man in 2 Haushalten herumwerkelt. Die Fotos sind garantiert dort, wo du sie grad nicht brauchst. *grummel. Daher kommt der Bericht von dem einen, besonders schönen wochenende fast 1,5 Wochen später. *schäm

aaaalso … Am Freitag gab es eine Tour durch die Baumärkte der Umgebung. Wir brauchten eine Badewanne. Zum Glück habe ich in der letztendlich erwählten noch Probe gesessen, denn es stellte sich schnell heraus, sie ist für meine Leibesfülle ziemlich klein und eng gewesen. Dank der freundlichen und lustigen Beraterin haben wir dann doch noch ein gutes Stück gefunden. Und SO sieht bei mir ein entspannter Besuch beim Baumarkt aus:

Herbstsonne, lecker Eiscafé, gute Laune und Strickzeug, während Schatzi sich im Baumarkt verlustiert. Das nenne ich einen prima Auftakt für ein Wochenende!

Am Samstag bin ich dann von der Baustelle ausgerissen, weil im einheimischen Tierpark ein Pilzberater mit Pilzausstellung angekündigt war. Da muss ich natürlich hin! Tja und so war ich also das 1. Mal im Delitzscher Tierpark. Und ich muss sagen: ICH BIN ÜBERWÄLTIGT!

Eigentlich wollte ich ja nur die Pilze sehen, hatte auch nicht sooo viel Zeit. Aber ein bisschen was vom Tierpark musste ich dann doch erkunden. Hübsche Größe, sehr viel Grün, liebevoll gestaltet, sogar exotische Tiere gibts zu sehen. Es sei erwähnt, dass ich vorher nichts von dem Tierpark wusste, außer dass es ihn gibt. Ich habe ein paar einheimische Tierarten erwartet. Aber nein … Da gibts auch Zebra, Trampeltier und Co. zu sehen. Die Morgensonne schien in bester Weise, es war sooo ruhig und friedlich. Es war einfach nur herrlich. Und so stand schnell fest: Den Tierpark muss ich noch seeeehr bald in Ruhe entdecken und dann auch alle Ecken und Tiere. Und wenn das Wetter passt, werden wohl zukünftig alle meine Besucher dorthin geschleppt. hihihi

Familienidylle hinter Gittern

Butzeln mit gut gekühlten Füßen

Samstagsbrunch

Meister Adebar auf Jagd

Putzen für die Besucherschar

Hier wird gefaulenzt.

Liebevolle Beschilderungen *grins

Mit diesen Exoten endet die kleine Schau.

Ah ja. Was mir auch gefällt … Es gibt keinen großen, zentralen Spielplatz, sondern überall verteilt gibt es was für Kids zum Spielen. Wenn ich da an meine Kindertage zurückdenke, wo wir im Sommer fast vierzehntäglich im Tierpark Hirschfeld zu Gast waren … Da kommt das nicht so tierinteressierte Kind nur ein paar Meter nach dem Eintritt an seinen liebsten Platz und der Rundgang ist damit gelaufen… In Delitzsch muss das arme Kind dann schon den Rundgang mitmachen, um alle Spielgeräte auszuprobieren. Psychologisch sehr ausgeklügelt! hihihi

Aber der eigentliche Grund meines Besuches war ja die Pilzausstellung, auch davon habe ich ein paar Eindrücke fotografisch festgehalten. Da müsst ihr nun auch noch durch. hihihi

Ich erwartete einen einheimischen Pilzberater, den ich eventuell mal später für einen Lehrausflug buchen könnte. Leider war der Pilzberater aber aus Herzberg, was ja ziemlich weit weg ist (ca. 300 km). Das war eine kleine Enttäuschung für mich. Nichtsdestotrotz war die Ausstellung wunderschön, der Berater voll in seinem Element und hat die Besucher mit unzähligen Tipps versorgt. Es hat so viel Spaß gemacht, ihm zuzusehen und zuzuhören. Die Besucher brachten außerdem noch Pilze mit, um sie bestimmen zu lassen. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag dort geblieben, weil man aus diesen Gesprächen so viel lernen kann.

Am witzigsten war, als eine ältere Dame in den Raum kam, in jeder Hand einen anderen Pilz (also 2 hihihi). Der Berater schaut zu ihr hin und ruft: OH EIN GIFTCHAMPIGNON! und im selben Moment sagt die Dame: Davon  hab ich gestern Abend erst eine große Pfanne voll gegessen. LECKER! hihihi
Die Aufklärung war ganz einfach. Er war von dem Giftchampignon in der rechten Hand sehr begeistert. Und die Dame hat von den Pilzen in der linken Hand gegessen. Es war also alles gut. Aber die Anwesenden wussten erst mal nicht, ob sie loslachen oder den Atem anhalten sollten. Witzig. Hinterher haben alle herzlich gelacht. Der Berater meinte dann aber im Gespräch, sie hätte ruhig vom Giftpilz essen sollen. Es ist nämlich noch nicht genau erforscht, was die Vergiftungen verursachen. Und wenn es genügend Vergiftungsfälle gibt, wird das endlich erforscht und er WÜRDE DAS DOCH SO GERNE WISSEN WOLLEN. Toller Pilzberater! hihihi

Ausgestellt waren über 100 Pilzarten. Auf Moss gebettet, sehr liebevoll arangiert. Da lacht das Herz eines Pilzinteressierten!

Ich hatte mal so eine Ausstellung in einem Einkaufszentrum gesehen. Da waren die Pilze einfach auf den weißen „nackten“ Tisch gelegt. Da muss ich wohl nicht erzählen, wie trostlos das aussah, oder? Diese lange Tafel hier hatte es jedenfalls in sich. Ich konnte mich kaum satt sehen.

Ich habe endlich einen Maggi-Pilz gesehen (leider nicht extra fotografiert). Meine Mutter hat mir schon sooo oft davon erzählt, aber ich kenne ihn nicht. Und nun würde ich sagen, dass ich ihn auch noch nicht gesehen habe. Was schade ist, denn ich hätte durchaus dafür Verwendung in meiner Küche.

Gelernt habe ich auch von diesem Pilz:

Zigeuner (wir sprechen das Ziescheiner aus. hihihi)

Der Name ist mir zwar geläufig, aber diesen Pilz (optisch gesehen), kenne ich nicht. Ob wir den Namen wohl für was Anderes benutzen? Meine Mutter weiß es leider nicht mehr genau. Ich muss mal bei nächster Gelegenheit meinen Bruder fragen.

Auch gelernt habe ich was über den Apfeltäubling:

So ein rotes „Zeug“ steht auch bein uns massenhaft im Wald herum. Da ich den Unterschied zu nicht essbaren Sorten nicht kannte, war er für mich nicht wichtig. Aufgrund der Massen war das aber ärgerlich. Nun weiß ich es: Speitäubling hat einen weißen Stil und einen sehr scharfen Geschmack, wenn man mal dran leckt. Und der gut Apfeltäubling hat einen leicht rötlich überzogenen Stil und schmeckt eben nicht scharf. Lecken erlaubt! Nun weiß ich natürlich nicht, was bei uns im Wald herumsteht. Muss ich noch ergründen…

Übrigens meinte der Berater, es sei ok, wenn man mal leckt, um Pilze zu unterscheiden. Aber bloß nicht essen oder runterschlucken. Dann könnten die falschen Pilze eben FALSCH sein. hihihi … Oder die Wissenschaft beleben, wie ich ja gelernt habe. hihihi

Es war auf jeden Fall sehr lehrreich und informativ. Aufgrund seines Wesens war es auch sehr unterhaltsam, ihm zuzuhören. Seine Frau war auch dabei und hat ihm den Rücken gestärkt. Sie ist – würde ich sagen – genau so Pilzbegeistert, nur hielt sie sich gern im Hintergrund und hat ihrem Mann den Vortritt gelassen. Nur wenn er zu stark beschäftigt war, hat sich auch mit erklärt. Von ihr gab es viele Informationen rund um den organisatorischen Hintergrund: Freitags in die Pilze und suchen, suchen, suchen. Gute stehen lassen (davon waren schon genug im Korb), weil Platz für die Sortenvielfalt nötig war. (Was für ein Ärger für Pilzliebhaber! Ich hatte vollstes Verständnis) Schildchen schreiben, die längere Anreise abends und fast die ganze Nacht aufgebaut. Das hört sich nach Stress an! Hoffentlich ließ der Besucheransturm über den Tag nicht nach, so dass die viele Mühe und das ganze Herzblut nicht umsonst waren. Diese Aktion würde ich gern nächstes Jahr noch einmal erleben – dann vorbereitet mit einigen Exemplaren, zu denen ich so einige Fragen hätte…

Ja, die Ausstellung war rundum gelungen. Dieser Ausflug war echt ein Erlebnis!!! Es bleibt aber immer noch meine Frage nach einem EINHEIMISCHEN Pilzberater. Gibt es denn in Delitzsch keinen (Bad Düben und Umgebung wäre auch ok).

Der restliche Tag wurde fleißig zu Hause gebaut. Am Sonntag zum Tag des Denkmals gab es einen kleinen Ausflug zu zweit in das Stadtinnere. Der angekündigte Trödelmarkt war sehr mickerig. Schade. Rund ums Schloss war dafür Einiges los. Viele waren in ihren historischen Kostümen vor Ort und lustwandelten im Schlossgarten. Edelleute, Bauern, Knechte, Soldaten … Es war alles vertreten. Die Musik war dazu passend. Bei wunderbarem blauen Himmel und Sonnenschein war dort eine ganz merkwürdige Atmosphäre. Man hätte glauben können, tatsächlich unbemerkt eine Zeitreise gemacht zu haben und im Jahre XXX??? gelandet zu sein. Wir haben das Museum im Schloss erkundet (mit kostümiertem Personal! Super!) und den Park durchschlendert. Es war ein schöner Tag! Ob wir uns für die Zukunft auch ein Rokoko-(oder was auch immer)-Kostüm zulegen, damit auch wir damit an solchen Tagen herumlaufen können? Wäre irgendwie … cool. Ich wäre gern an zwei – drei Tagen im Jahr eine Edelfrau. Aber was bekommt dann mein Bester für ein Kostüm? Mann dazu? Knecht? hm … *grins

Hier gibt es ein paar Impressionen vom Tag des Denkmals in Delitzsch zu sehen.

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3 Kommentare zu “Ein schönes Wochenende

  • Ein richtig schönes Wochenede… und witzig… die alte Dame… hihihi…
    Mit Pilzen bin ich vorsichtig… trau mich da überhaupt nicht ran… früher mal, aber heute… neee… Hätte immer Zweifel, ob ich auch wirklich einen genießbaren erwische…

    Ach so ein Kostüm… hmmm… hach… aber wieviele Zelte müssten sterben um daraus eines für mich zu machen….

    LG claud

  • Beeindruckend wie du dein wochenende verbringst, hast du auch mal zeit die beine hochzulegen oder mal an deinem sofa zu horchen?
    so einen tag im kostüm wäre auch mein fall, egal ob ich 2 oder 4 zelte für ein kostüm brauchte, hauptsache es wirkt.
    ich gratuliere zu deiner fleißarbeit im blog du hast ja wocheneinträge für fast einen monat getan.
    lg edeltraut

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