“Mädelstag” oder ein weiterer Handarbeitsausflug

Am letzten Freitag habe ich bautechnisch gesehen gestreikt (allerdings ausdrücklich mit Genehmigung des Oberbauleiters), habe mein großes Schwesterchen ins Auto gepackt und habe sie entführt. Es ging zeitig los Richtung Oberpfalz mit einem ersten Zwischenstop in meinem Lieblingswollemarkt Seckler in Weiden. Dann ging es flugs gleich weiter immer tiefer ins Bayrische hinein bis nach Schönsee. So konnte ich Christine endlich mal das Kaufhaus Köck – bei dem sie schon oft bestellt hatte und das wir von Klöppelmessen kennen – in natura sehen. Es war ein längerer, ausgiebiger Besuch, beim Christine auch für eine kleine Umsatzsteigerung gesorgt hat. *grins Das erste fertige Werk davon gibt es übrigens schon in ihrem Blog zu lesen. Schaut mal vorbei!

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Unsere Mittagspause haben wir nebenan in einer Gaststätte verbracht. Monika hat nach geschätzten 3 Monaten mal wieder eine Mittagspause strickend verbracht:

Bild 312… während meine Begleiterin lieber nur große Augen zum Essen macht. hihihihihi:

Bild 311Nein! Das ist natürlich nicht richtig. Wir haben vorher BEIDE gegessen. Während ich die Stricknadeln wetzte, entspannte sich Schwesterchen mit dem neuesten Katalog von Köck. Sie musste ja überprüfen, dass auch nichts an Neuigkeiten von ihr übersehen wurde:

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Weiter ging es dann zu Station Nr. 3 – dem Klöppelmuseum Tiefenbach im dortigen Rathaus, nur wenige Kilometer von Schönsee entfernt. Zuerst der Schock: Tür verschlossen! Wir haben einfach in einem der Zimmer des Rathauses nachgefragt und der Bürgermeister höchstselbst hat uns die Tür geöffnet und uns alle Zeit der Welt zum Bestaunen der Exponate eingeräumt. Sehr netter Mann, auch wenn er offen zugegeben hat, dass wir lieber keine Fragen stellen sollten, aber er sich dennoch um die Beantwortung bemühen würde. hihihi echt süß.

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Die Ausstellung ist klein, aber sehr erlesen, finde ich. Im Gästebuch nachgeschlagen habe ich meinen Eintrag von Mai 2008 wiedergefunden. Schön, wenn man Spuren hinterlässt. Wir haben jedenfalls die Zeit im Museum sehr genossen. Es ist etwas Besonderes, wenn man ganz allein, ungestört und unbeobachtet so ein Museum entdecken kann. Damals bei meinem ersten Besuch war eine Sonderausstellung zum Thema Taschen zu sehen. Schön, dass die meisten Exponate noch immer zu sehen waren, denn ich hatte damals meiner Schwester viel vorgeschwärmt. Nun konnte sie sich einen eigenen Eindruck verschaffen.

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Wir waren noch immer nicht mit dem Tagesprogramm durch. Gleich nach dem Museumsbesuch ging es weiter Richtung Nabburg ins Freiluftmuseum Neusatz-Perschen. Dort gibt es seit einigen Wochen eine hochinteressante Sonderausstellung “Stickmustertücher nach historischen Motiven”.

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Wunderschöne Stickereien!!!Angelika Walter hat Mustertücher nachgestickt, deren Originale in den Museen der Welt ausgestellt bzw. oft auch unter Verschluss gehalten werden. Sie zeigt in der Ausstellung 52 Repliken, die sie in der Zeit von 1975 – 2000 nachgearbeitet hat.

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Stellvertretend für alle Tücher sei hier nur eines gezeigt (leider sind die meisten meiner Fotos nicht geworden, es ist halt schwierig, hinter Glas zu knipsen):

Bild 216Die Ausstellung ist wirklich empfehlenswert! Da sie in einem Gebäude auf dem Vorplatz zum Museum gezeigt wird (übrigens kostenlos!!!), muss man nicht einmal in das Bauernmuseum gehen – für alle, die sich für das Bäuerliche gar nicht interessieren bzw. für Leute wie wir an dem Freitag, die zu mehr keine Zeit haben.

Weiter ging es dann über Eger wieder Richtung Heimat. In Eger gab es einen kleinen Einkaufsbummel, schnell weiter nach Franzisbad – da war das Handarbeitsgeschäft leider schon geschlossen (wir kamen 30 Min zu spät – so ein Mist! hihihi). Dafür haben wir dann dort aber lecker zu Abend gegessen. Zurück auf deutscher Seite haben wir ganz spontan bei unserem Brüderchen einen Zwischenstop eingelegt. So haben wir uns das anstehende Telefonat erspart. hihihi Das kann passieren, wenn man einfach am Handy weggedrückt wird!

So waren wir spät abends müde, aber glücklich nach einem langen, aber schönen Tag wieder zu Hause. Unsere beiden Männers waren auch müde – natürlich von der vielen Arbeit – und auch glücklich – weil sie so viel geschafft haben.

Es war ein schöner Tag!!!!

1 Kommentar

  1. Christine sagte,

    23. August 2009 um 19:56

    Ein wunderschöner Bericht – so toll hätte ich das nicht erzählen können. Vorallem in so kurzer Zeit. Dieser Ausflug dauerte ja mindestens 12 Stunden.
    Warum mache ich große Augen zum Mittagessen? Weil auf der Speisekarte Knödel standen und ich auch Knödel erwartet habe. Leider habe ich sprachliche Unterschiede nicht bedacht, und bekam einen Kloß. Nicht ganz so tragisch – das Esen war lecker.
    Nur das stöbern im Köckkatalog hat nichts gebracht, weil im tiefen bayrischen Wald es noch Tischzeit gibt! Geschäft wegen Mittagspause geschlossen! Für Haupstadt verwühnte Verkäuferinen unvorstellbar!
    Liebe Grüße
    Christine


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