
Heute vor einer Woche schon waren wir da, Walter und ich. Susans Beitrag hat mich noch zusätzlich animiert. Und mein Schwesterchen rief mich morgens noch an, sie will auch die „Wilde Pflaume“, die in Susans Blog zu sehen ist.
Na, mit so einem Auftrag MUSSTE ich ja hin. hihihi
Herrliches Sommerwetter, wir sind auf dem Weg dahin erst einmal auf einem Trödelmarkt in Aue hängengeblieben. Ausgegeben habe ich nur 3 Euro für 2 Hefte 3-Pagen-Anleitungen, dazu habe ich dann auch noch diverses anderes Anleitungszeugs diverser Handarbeitssachen bekommen. Die Klöppelbriefe, die ich angeboten bekam, waren nichts Besonderes und dafür viel zu teuer. Die Sonne brannte auf meinem Kopf und ich wünschte mir, ich hätte meinen Sonnenhut mitgenommen. Wie sollte das bloß in Scharfenstein werden?
Die Fahrt dahin war aufgrund der Umleitungen recht abenteuerlich. Manchmal weiß man echt nicht, wo man noch hinfahren soll. Dieses Jahr scheint es besonders schlimm zu sein. Irgendwie hab ich den Eindruck, dass in manch einer Gemeinde der Chef Montag früh aufsteht, seine Leute zusammentrommelt und sagt: „Ok, stellt hier mal ein Verbotsschild hin und grabt mal ein Loch in die Straße!“
Wie auch immer, wir haben es geschafft, haben auch den steilen Aufstieg zur Burg hinter uns gebracht und dann den kleinen, aber feinen Markt genau unter die Lupe genommen.

Christines Wolle gab es nicht mehr, die dünne Qualität hat halt Susan schon Tags zuvor gekauft. Es gab nur noch dicke Wolle, ich schätze für Nadelstärke 6 oder sogar stärker. Das ist nichts für mein Schwesterchen, die schon Nd 4 für Baumstämme hält. *grins Und da sie eher ein heißblut ist, kann sie so was Dickes auch gar nicht gebrauchen.
Dafür hab ich Filzwolle gekauft, dazu mehr in meinem nächsten Eintrag:

Das Foto hat Walter geknipst, nachdem ich – es sei ausdrücklich betont – NUR ZUM MARMELADEKOCHEN Heidelbeer- bzw. Johannisbeerlikör gekauft hatte.
Dann habe ich den Stand von Wolle-Online.de sehr ausgiebig untersucht. Die Farbenpracht der Garne war einfach überwältigend! Und die Anordnung in diesen Plastikboxen gefiel mir auch sehr gut. So war alles übersichtlich und sehr sauber presentiert und der Kunde brauchte gar nicht groß an der Wolle herumfummeln und die Knäule zu zerstören. Es lag für jedes Garn eine Strickprobe bereit. Echt super! Ich mag nämlich keine zertrieselten Wollknäule! Aber das gabs hier einfach nicht. Hab ich schon gesagt, dass ich das super fand??? hihihi

Meine liebe Christine, der Stand ist übrigens auch vom 25.09.-27.09.2009 zur 14. Handarbeitsbörse in Neubrandenburg dabei. Da wäre es dann an MIR, mal Bestellungen aufzugeben? hihihi
Ich habe mich letzten Sonntag zunächst für ein dunkelgrünes Sonderangebot entschieden, der enthaltene Goldfaden glänzte in der Sonne, was das Zeug hielt.
Dass es ein bisschen kratzig ist für meinen Geschmack … naja … es wird wohl eine Jacke oder Weste werden, sollte es nach der Wäsche der Maschenprobe immer noch so hart sein. Denn ja, eine Maschenprobe ist schon angefangen. Ich hatte natürlich was zum Stricken dabei, eine weitere Schmetterlingsdecke für Häkeltante.

Diese hab ich dann zum Mittagessen im Burghof (übrigens SEHR lecker dort!!!) fix fertig gestrickt, damit ich noch SOFORT vor Ort mit der Maschenprobe beginnen konnte. Sogar der Stülpner Karl, der regelmäßig seine Runden gedreht hat, bemerkte, dass ich doch vorher was in Rosa gestrickt hatte und nun doch eine ganz andere Farbe habe. hihihi Sehr aufmerksam für einen Mann. Wir hatten gleich eine nette Plauderei über den Handarbeitsunterricht in der Schule.
Wir haben uns die Modenschau angesehen, die Models fand ich einfach Klasse! Sie waren alle Altersklasse 20 Plus, hihihi. Und sehr verschieden in der Figur. Aber sie hatten alle Spaß dabei und das hatte eine ungemeine Ausstrahlung. Nur das Drum und Dran war nicht gut organisiert und hat mich ein bisschen aufgeregt. Die Musik hat nicht geklappt, mal kam sie zu spät, mal zu früh. Zwischen den Auftritten, wo sich die Mädels ja umziehen mussten, war gar keine Musik. Hat es länger gedauert, war man als Zuschauer unsicher, ob die Show nun schon zu Ende ist oder nicht. Die ganze Akkustik war auch ziemlich schlecht, ich hab meistens gar nicht verstanden, was presentiert wird. Echt sehr ärgerlich, denn es hat den Models, die sich so viel Mühe gegeben haben, irgendwie die Sache vermasselt. Sie haben natürlich auch schicke Sachen vorgestellt und so erklärte sich auch, warum plötzlich an den Händler-Ständen die fertigen Sachen so … verschwunden … waren. hihihi Besonders schön fand ich es, wenn die Mädels einen Tanz aufgeführt haben. Das ist mal eine andere Presentation. Es war irgendwie so … lebendig.
Schön war auch, dass ich zufällig meine ebenfalls in der Pause strickende Kollegin getroffen habe. Walter hat sich gleich die Kamera geschnappt und für sie Platz auf der Bank gemacht. So konnten wir während der Show gut fachsimpeln und ich habe sogar mein Stricken unterbrochen, weil es DOCH schön war.

Hier ein paar Eindrücke:








Mein persönliches Highlight der Modenschau ist dieses Tuch, das ich vorher schon am Stand von Fitz und Triefel bewundert und befühlt hatte:

Am Ende habe ich dann doch noch bei wolle-online was eingekauft. Hellgrünes Garn für den Sommer. Da ich den ganzen Rest gekauft habe, bekam ich die Maschenprobe dazu. Zu Hause stellte ich fest, was für ein schönes Muster es hat. Und so weiß ich schon, dass dieses Garn UNBEDINGT mit diesem Muster auch verstrickt wird. Als ich erzählt habe, dass das vor 2 Stunden gekaufte Garn schon angestrickt wäre, meinte Herr Locke nur, SO schnell hätte das wohl noch niemand getan. Kommentar meiner Kollegin: ja,ja .. so verrückt ist sie halt.
tja. so bin ich eben!
Fazit: Ein kleiner, aber feiner Handarbeitsmarkt. Er hätte gern größer sein können. Klöppelseitig war ich ziemlich enttäuscht, da war es mager und irgendwie verklemmt. Es fehlten mir zum Beispiel viele Schauklöpplerinnen. Ich habe gut eingekauft, hatte richtig nette Gespräche mit den Händlern, meiner Kollegin und dem Stülpner Karl. Wir haben lecker gegessen. = Ein wirklich schöner Ausflug bei herrlichem Wetter!