Langweilig?

Wer es letztes Jahr langweilig fand, in diesem Blog immer wieder von Geschichten und Fotos rund ums Pilzesuchen unterhalten zu werden, der wird sich bis jetzt gefreut haben, dass ich diesem Hobby dieses Jahr offensichtlich nicht fröhne … Nun … Leider sei gesagt, dass ich das sehr wohl tu’. Nur war nur selten die Kamera dabei und bisher bin ich meist nur nach der Arbeit mal mit Susi ein Stündchen im Wald verschwunden und habe eine handvoll Pilze mitgebracht. Dieses Wochenende aber war ich laaaange im Wald. Nicht nur am Freitag, sondern heute Früh gleich noch mal. Es war herrlich!!!!

Am Freitag brachte ich 1,5 kg Pfifferlinge mit nach Hause.

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Und auch ein paar andere:

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Meistens gibt es Perlpilze, davon haben wir aber schon so viele zu Hause eingefroren, dass ich mich bemühe, nur noch andere Pilze mitzubringen. Ich mag nämlich am liebsten eine Pfanne Mischpilze. Diese Woche war ein Foto von einem Bekannten in der Zeitung, der in der Nähe von meinem Haus im Wald einen Riesenpilz gefunden hat. Nun ja… Seinen Stolz teile ich gar nicht! Ich habe auch große Pilze gefunden, vielleicht ein minibisschen kleiner als seiner.

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Aber schaut mal näher hin:

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Das kann man wirklich nicht essen. In diesen Riesenpilzen – die entsprechend auch schon alt sind – ist ein ganzer Zoo an Lebewesen wohnhaft. Schwer ist so einer auch. Wieso sollte ich ihn nach Hause schleppen und dann doch wegwerfen? Da muss ich ja Angst haben, mir läuft unterwegs der Korb weg, wenn der Pilz da drin ist. Bei so einem Gewimmel unter’m Hut … hihihi Also ehrlich, stolz bin ich auf solche Funde nicht. Im Gegenteil. Ich ägere mich, dass ich den nicht schon ein paar Tage früher entdeckt habe. Wenn PILZ mir eine Freude macht, dann ist er in Gesellschaft vieler Geschwister und dafür noch in der Vorschule und noch nicht sooo erwachsen. hihihi

Bild 423Die kleinen gelben Pünktchen sind alles kleine, leckere, megafrische Pfifferlinge. Am Mittwoch war ich auf dem Markt in Stollberg. Am Gemüsestand gab es FRISCHE Pfifferlinge. Leute, was waren die alt und verdorrt. Ich glaub der Händlerin gerne, dass sie sie FRISCH, also am selben Morgen, beim Großhändler gekauft hat, aber FRISCH gepflückt waren die schon lange nicht mehr. Igitt. Arme Großstädter, die nur solche Pfifferlinge kennen. Ihr solltet mal die im Wald sehen und so eine frische, wirklich frische Pfanne voll kosten … yammi!

Tja … heute war ich also noch einmal im Wald. Aber ausnahmsweise in erster Linie um Heidelbeeren zu pflücken. Ein Kilo pro Stunde. 1,5 kg war meine Ausbeute:

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Hier schon frisch verlesen. Es war wieder super schön im Wald, noch kühl und ruhig. Die Sonne schien schon … herrlich! Ein paar Pilze sind mir natürlich wieder in die Quere gekommen. Eine kleine Pfanne voll:

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Susi hatte wie immer auch ihren Spaß. Im Wald lasse ich sie toben und schnüffeln, wie sie es mag. Nur wenn ich merke, dass Leute in unsere Nähe kommen, nehme ich sie an die Leine. Während ich Heidelbeeren pflückte, hat Susi auch ein paar genascht. Sie kaut gerne das beerentragene Gesträuch aus, vorzugsweise im Liegen:

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Heute kam ihr leider ein übles Schlammloch in die Quere. Eh’ ich es gemerkt habe, war mein brauner Hund SCHWARZ! Pfui. Also gab es noch eine kleine Verzögerung auf dem Nachhauseweg. Susi wurde von mir „gezwungen“, im Silberbach zu toben.

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hihihi Was für eine Strafe für sie! … jaja ich weiß. Hundepsychologisch ist es nicht klug gewesen. Jetzt weiß sie, dass sie hemmungslos im Bach toben darf, wenn sie sich vorher im Schlamm suhlt. So gewöhne ich ihr die Matscherei nicht ab… Aber … eigentlich hatte  ICH auch irgendwie Spaß bei der Geschichte.

So, nun gehts zur Mittagsruhe in den Garten. Wer weiß, wie lange das Wetter noch durchhält… Einen schönen Sonntag allen noch!

Daseins-Frage

Religion und Wissenschaft streiten sich schon ewig über die Frage, wann das Leben beginnt. Ich stelle heute die Frage, ab wann LEBT ein Projekt? Und ab wann demzufolge hat es ein Recht, ein UFO zu sein/werden???? hihihi

Vor einigen Wochen schon habe ich einen Männer-Pullover angefangen. Modell ausgesucht, Maschenprobe gestrickt, Pullover berechnet und das erste Bündchen gestrickt. Das wars. Wieviel Prozent macht EIN Bündchen vom Gesamtmodell aus???? War es nun schon ein UFO oder noch ein NICHTS? …. nun ja … diese Streitfrage habe ich einfach beendet, indem ich ein bisschen mehr daran gestrickt habe.

Nach dem Desaster mit dem Rock liegt dieser erst einmal brach. In der Hauptsache aber, weil mir diese Woche abends die Zeit fehlt, mich noch mal an die Strickmaschine zu setzen. Vielleicht wird das heute abend, es soll ja wieder regnen. Da ich mit dem Rock also nicht weiterkonnte, auf Socken keine Lust hatte und dieses blaue Etwas schon die ganze Zeit in meiner Handtasche immer und überall dabei war und trotzdem völlig unbeachtet blieb, habe ich mich ans Werk gemacht. Trotz Zeitmangel wenig gestrickt und dennoch den ersten Mustersatz beendet. Damit sind 29 cm geschafft:

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Eigentlich fürchtete ich mich vor dem Muster. Da gibts Musterwechsel auch auf den Rückreihen! So viel Zählerei ist ja eigentlich nichts für mich (für unterwegs und die Pause). Aber beim Stricken selbst habe ich schnell festgestellt, es gibt viele Reihen, die wie die letzte gestrickt werden. Und so langsam erkenne ich auch den Sinn im Muster, so dass ich nicht mehr ständig auf die GESCHRIEBENE Anleitung schauen muss. JAAA … ich glaube, dass ist die erste Anleitung auf deutsch, wo das Muster geschrieben und nicht in einem Chart dargestellt ist. Sehr gewöhnungsbedürftig für mich. Aber da viele Reihen aus 22 M re, 2 li oder so ähnlich bestehen, ist es ganz praktisch. Bei einem Chart müsste man ja zählen… *grins

Fazit: Die Strickerei ist eine kleine Herausforderung für mich, die ich für das Endziel gern in Kauf nehme. Denn das Muster sieht am Ende wirklich schön aus für einen Männerpullover. Das hat sich Walter gut ausgesucht. *grins Ich komme auch gut voran, so dass der Pulli vielleicht noch rechtzeitig vor dem Herbst fertig sein könnte.

Ich überlege allerdings, wie ich die Armausschnitte stricke. Eigentlich werden Vorder- und Rückenteil gerade hochgestrickt. Aber irgendwie neige ich zu einer Armkugel. Ich glaube, dann sitzt der Pullover schöner. Den braunen Pullover, den ich vor Jahren für Walter gestrickt habe, war auch gerade. Das gefällt mir im Nachhinein nicht gut. Walter ist  schmal und so wirkt der Pullover über den Schultern irgendwie … zu groß. Naja … Ich hab ja noch ein paar Reihen, bis diese Frage zu entscheiden ist…

Ach ja … einen Namen hat der Pullover inzwischen auch von mir bekommen. „Summerevening“ Weil er den Herrn an einem kühlen Sommerabend wärmen soll. Dafür wird er gestrickt.

Und nun????

So geht es manchmal: Am Dienstag zufällig in ravelry den Wave Skirt von Kat Coyle entdeckt und mich gleich darin verliebt. Muss ich unbedingt stricken!!! Wenn auch – figurbedingt – sicher nicht für mich. Gut, dass ich meiner italienischen Bekannten noch einen Rock „schuldig“ bin… Am Mittwoch in Aue nach Wolle suchen gegangen und vielleicht das Richtige gefunden. Mit 2 Probeknäulchen nach Hause gegangen:

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Laila von Schachenmayr – wunderschönes Garn! Abends gleich noch Strickmaschine raus, probiert:

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Das Pfauenmuster ist handgestrickt, man sieht keinen Unterschied. tolles Garn, hab ich das schon gesagt? Donnerstag Mittagspause – Garn gekauft. Abends nach Hause geflitzt, Strickmaschine wieder raus und den glatt rechten Part gestrickt. Das Wochenende in Weiden wollte ich für die Handarbeit nutzen. So weit bin ich bisher:

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Fast fertig. Bisher hat alles super Spaß gemacht, ich bin von Modell und Garn total begeistert. ABER … jetzt hab ich die Breite des Rocks mal gemessen … nun … er hat einen Umfang von 74 cm … das ist nicht gerade Größe 40 … gleich mal bei einem online-Versand in die Größentabelle geschaut. Oh weh … Kindergröße 140 … Und JETZT????? Ich komme mir vor, als hätte man einem Sprinter ein Bein gestellt… Knapp 300 g sind verbraucht, ich habe nur noch 300 g. Das reicht nicht, um einen zweiten Rock größer zu stricken. Dann hätte ich versucht, den Kinderrock irgendwie an den Mann an das Kind zu bringen. Aber so werde ich wohl wieder auftrennen müssen. Keine Ahnung, was ich beim Berechnen des Rockes gemacht habe … Meine Bemühungen, den Rock um Himmels willen nicht zu weit werden zu lassen, haben voll gegriffen. hihihi zu weit ist er garantiert nicht! Na ja … schade … Heute Abend beim Film werde ich wohl enttäuscht an den Socken weiterstricken. Die sind natürlich in der Zwischenzeit achtlos liegen geblieben.

Turbo-Socken

Anders kann ich diese Socken nicht nennen. Am Montag angefangen, sind sie heute Mittag schon fertig geworden. Wann habe ich das letzte Mal sooo schnell Socken gestrickt? Da bin ich noch fleißig Bus gefahren…

Die Musterung finde ich so klasse, dass das Stricken wie von selber ging. Aufgrund der Musterung ist der Schaft für meine Verhältnisse auch ziemlich lang geworden. Obwohl sie mir soooo sehr gefallen, wandern sie in die Geschenke-Kiste. Ich selber trage ja nur sehr selten und höchstens im Winter gestrickte Socken. Dafür reicht mein Bestand völlig aus. Ich übe mich mal in Bescheidenheit. *grins

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Sockenpaar 06/2009

Wolle: Supersocke 100 Linie 3 von OnLine (75 % Schurwolle, 25 % Poly)
Verbrauch:
xxx g für Größe 40
Strickzeit: 13.-15.06.2009

So, wieder ein Knäuel weniger in meiner Sockenwoll-Schatzkiste. Leider geht sie immer noch nicht richtig zu. Also weiter geht’s. Nach Fertigstellung des nächsten Paares wäre ich zeitlich gut im Rennen, meine traditionellen 13 Paar pro Jahr zu stricken. Das nächste ist jedenfalls schon angefangen:

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Wiederentdeckt – schwups, schon fertig!

Ist endlich der Vienna-Pullover. Ja, ja … unglaublich aber wahr, ich habe ENDLICH den 2. Ärmel gestrickt. Zu Weihnachten bei Schwesterchen zu Besuch ist mir der 1. fertige Ärmel abhanden gekommen. Weg. Unauffindbar. Und ich hatte keine Lust NOCH einen Ärmel zu stricken. Ich find ja 2 schon schlimm. Also blieb das Projekt liegen. Tja … und neulich bei der Aufräumaktion habe ich dann mal gründlicher in meine Klöppeltasche geschaut und siehe da … ganz in der Ecke … da war ein rotes Tütchen. Ein rotes Tütchen in der roten Klöppeltasche ist bisher gar nicht aufgefallen, hatte sich quasi unsichtbar gemacht. Nun ja … also nach Monaten wiederentdeckt und nun  vollendet. Ein UFO weniger.

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Pullover Vienna
Wolle: Vienna von StrickSpaß (38 % Baumwolle, 62 % Polyamid)
Verbrauch: ca. 700 g
Größe: 52
Strickzeit:
04.10.2008-11.07.2009

Der Ausschnitt gefällt mir gut:

Bild 309Das Muster im Rückenteil:

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Der Pullover gefällt mir, wobei der Viskose-Anteil ihn sehr empfindlich macht gegen Fädenziehen.  Das war manchmal schon beim Stricken anstrengend, weil ich ja oft trotz Massenbedarf an Creme oft rauhe Hände habe. Übrigens war der Pullover heute beim Fotoshooting im Garten überhaupt nicht zu warm. Im Gegenteil. 19 Grad und Wind lassen Herbststimmung aufkommen und da ist der Pulli genau richtig. Sieht so aus, als wäre er ein guter Büropullover, wie ich das geplant hatte.

Ein bisschen unproduktiv, aber nicht untätig

… bin ich dieser Tage. Es gibt nicht viel vorzuzeigen. Ich probiere dies und jenes aus, ich stricke nach wie vor noch. Am Wochenende war ich auf einem Trödelmarkt und habe einen ganzen Stapel alter Zeitschriften und Schnittmusterbogen gekauft. Zu Hause hat sich dann bei näherer Betrachtung herausgestellt, dass ca. 50 der Hefte allein nur Nähmagazine aus der DDR sind. Das ist ja nun (leider) gar nichts für mich. Mal sehen, was ich damit mache. Schließlich hab ich auch so ca. 60-70 doppelte Anna’s und Lena’s hier, die mir schon im Wege sind…

Aber es waren auch ein paar alte Strickhefte dabei. Ich liebe sie ja. Sie waren den „Ballast“ auch wert. Bei den Schnittmusterbogen sind viele aus der „Für Dich“. Und dazwischen waren gaaaanz alte Handarbeitsbogen mit Schnittmusterteil. Sie gehörten zur Zeitschrift „Mit Nadel und Faden“ aus dem Beyer-Verlag. Dank Herrn Google weiß ich inzwischen, dass nach der Enteignug aus diesem Verlag der Verlag für die Frau entstanden ist. Tja … und meine Bogen sind aus den Jahren 1936 – 1942!!!! Da sind vielleicht Sahnestückchen dabei! Ich wusste gar nicht, dass damals Kelim-Kissen modern waren. Die gefallen mir nämlich sehr gut. Leider, leider gibts die Magazine dazu nicht in meinem Bestand. Habe gleich die Erbstücke meiner Ex-Schwiegeromi hervorgekramt. Die sind leider schon aus dem Verlag für die Frau, also 50er Jahre. Ach, wie schade! Jedenfalls habe ich in den letzten Tagen seeehr viel geschmökert und geträumt, wie wohl die Hefte dazu aussehen. Interessant finde ich, dass viel wert auf Material-Sparsamkeit und auf Resteverwertung gelegt wurde.  Das geht heutzutage ja oft ein bisschen verloren…

Tja, wie gesagt. Zwar stricke ich, aber auch irgendwie nicht. Die Hefte ziehen mich an. Dieses hier hat auch den Weg zu mir gefunden:

Scannen0013Nicht, dass es in falsche Hände gerät. hihihi Vielleicht, eines Tages, steige ich noch groß in die Kunststrickerei ein. Dann hab ich schon mal viele schöne Anleitungen griffbereit. *grins

Ich habe durch den Zeitungsartikel letzten Monat übrigens immer noch das eine oder andere Feedback. Heute habe ich mit einer achtzigjährigen Frau telefoniert (mit der Stimme einer rüstigen Mittfünfzigerin), die den Artikel gelesen hat und gleich mal nach Wollresten gekramt hat. Seitdem strickt sie Babymützen. 8 Stück sind schon fertig. Sie strickt noch ein paar mehr, vielleicht auch Söckchen dazu und dann darf ich es abholen. Ich hab mich sehr gefreut!

So, nun noch was zum Schmunzeln. Ein Strick-Lied: