Das ist der Slogan, mit dem die schöne Stadt Waren an der Müritz wirbt. Wir können jetzt also sagen: JA, wir waren schon in Waren. Und es hat uns gut gefallen. Auch wenn das Wetter ziemlich wechselhaft war und der ständige starke Wind mir ziemlich auf den Geist ging, haben wir uns eine schöne Zeit gemacht. Walter war ja froh, dass ich nicht so oft (nur 2 x) Baden gehen konnte, hat er doch immer Angst, mir könnte was passieren. Oder vielleicht noch schlimmer: Er muss bei eisigen 20 Grad Wassertemperatur auch mit rein!
Waren ist eine richtig schöne Stadt. In einer Zeitung haben wir gelesen, dass sie zur Wende in einem derart schlimmen Zustand war, dass viele Einheimische die Innenstadt komplett abreißen und neuaufbauen wollten. Gott sei dank hat das niemand gemacht und statt dessen die alte Bausubstanz wieder hergerichtet. Mit viel Liebe wurden die alten Gebäude inzwischen renoviert und so gibts überall hübsche Fachwerkhäuser zu sehen. Was für ein schönes Ambiente!

Wir hatten eine kleine Ferienwohnung im Zentrum. Klein, schick und gemütlich. Nur wenige Schritte entfernt von allem, was man braucht: Markt, Bäcker, Gemüseladen, Supermarkt, unzählige Restaurants. Der Jachthafen war nur einen Steinwurf weit entfernt … Wir genossen es sehr, abends am Jachthafen zu sein und zuzusehen, wie die Jachten so allmählich in den Hafen eintrudelten und für die Nacht festmachten. Ich hätte stundenlang da sitzen und zusehen können.

Eine Schwanenfamilie mit 6 Jungen war dort auch zu beobachten. ich wusste nicht, dass die Jungen erst so groß werden, bevor sie weiß werden. Ich dachte, das passiert schon, wenn sie noch kleiner sind. Tja … man lernt nie aus…

Wetterbedingt haben wir uns dann auf die Museen gestürzt:
Das Müritzeum, das Haus der Tausend Seen. Mit meinen Worten würde ich sagen, es ist ein Naturkundemuseum rund um die Müritz. Auch in hier – wie ganz viel in dieser Gegend – wurde viel Augenmerk darauf gelegt, dass es für Kinder interessant ist. Es gab viel zu erkunden, anzufassen, auszuspionieren usw. Leider hab ich hier keine brauchbaren Fotos gemacht.
Das Titanic-Museum, das neben Infos rund um die Titanic auch ein Sammelsurium von anderem Krimskrams rund ums Wasser und Tauchen beinhaltete. Dort habe ich sogar was Gestricktes entdeckt, nämlich einen Taucher-Unterzieh-Overall (oder wie nennt man so was???) im aufregenden 1 re- 1 li-Gestrick. Vielleicht sollte ich sowas für meinen ewig fröstelnden Walter stricken??? es war ja SOOOO sexy. HAHAHA Mädels, fallt jetzt bloß nicht vor Entzücken um:

Das Stadtmuseum von Waren war auch sehr interessant. Ein wirklich schönes Museum! Liebevoll zusammengetragene Stücke der Stadtgeschichte. Leider fehlte mir der Themenpunkt Handarbeiten. Ob die Frauen in der Gegend nicht so viel machen bzw. gemacht haben? Aber auf dem zweiten Blick hab ich dann sogar was Geklöppeltes entdeckt, wenn auch in einem traurigen Zustand:

Das Heinrich-Schliemann-Museum stand auch auf unserem Programm. Gott, wer ist DAS denn??? hihihi Ein fanatischer Mann, der sich als Troja-Ausgräber bekannt gemacht hat. Nicht wirklich MEIN Thema, aber ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eher zufällig eine ZDF-Reportage dazu gesehen und fand es interessant, die kühlen Fakten des Museums mit der Reportage zu vergleichen. Die Fakten selbst waren gleich, klar. Aber im Fernsehen wurde auch darüber gesprochen, wie besessen Schliemann von manchen Dingen war, wie er als Ehemann etc. wohl gewesen sein muss usw. Davon war in der Ausstellung in seinem Geburtshaus natürlich keine Rede, mal abgesehen von seinem Faible, Fremdsprachen zu lernen (wohl 20 Stück!).
Eines meiner persönlichen Highlights war der Besuch des Rosengartens in Marihn. Es wird ein Außenstandort für die BUGA in Schwerin nächstes Jahr werden und ist also noch im Aufbau. Der erste Garten in Deutschland mit Rosen von David Austin.

Diese Rosen sind einfach UMWERFEND SCHÖN! UND DER DUFT!!!!! Ich wünschte, ich hätte den irgendwie auf den Fotos mit einfangen könnnen. So, so schön, sag ich nur. Betörend! Und das sage ich, die Rosenduft „aus der Konserve“ nicht wirklich gern hat. Aber in natura ist das halt was anderes. Da hat jede Rose einen anderen Duft. Von blumig, süß bis hin zu würzig, fast kräuterähnlich. Das hätte ich nicht gedacht. Und die eine oder andere roch, als gehöre sie geradezu in ein Rosen-Apfel-Gelee. *seufz (Das hab ich übrigens in Ermangelung der richtigen Rose noch nicht selbergemacht).



Neben den Rosen gibts auch noch andere Abteilungen in dem Garten. Einen großen und mehrere kleinere Teiche. Nutzgarten mit Kräutern, Obst und Gemüße, Wein usw.

In hübschen Hochbeeten gibts Kürbisse und Melonen zu sehen. Mit hat die Umrandung gut gefallen, auch wenn sie sicher schon bald nicht mehr so gut aussehen wird.

Ich wollte die Blüten fotografieren, und immer hat sich eine Wespe ins Bild geschlichen. Am Ende sahen die Fotos dann alle aus, als wär es immer die selbe Blüte gewesen. *grins.

Die Pfefferminz-Abteilung fand ich auch sehr interessant. Von der Sorte Schokolade-Minze hab ich genascht, ein winziges kleines Blättchen. Junge! Da hats mir vor Schärfe fast die Schädeldecke abgehoben! Da war es natürlich vorbei, den Unterschied zwischen Japanischer, Türkischer, Apfel- und was-weiß-ich-noch-Minze zu schmecken. Sehr schade. Hätte mich interessiert, da ich ja selber 4 Sorten Minze im Garten hab und die gravierenden Unterschiede kenne.



Ein weiteres Highlight war das Open-Air-Erlebnis „Der Pakt mit dem Teufel“, dem 3. Teil der Müritz-Saga. Das Wetter war uns hold, kaum Wind, es war angenehm warm, wir hatten ein schattiges Plätzchen mit prima Blick auf die Bühne. Die Bühne war aufwendig und liebevoll hergerichtet, die Schauspieler waren super überzeugend. Der Bösewicht hat vielleicht am meisten beeindruckt. Dem hätte ich schon nach wenigen Augenblicken am liebsten den Hals umgedreht und ich hab ihm am Ende nicht geglaubt, dass er nun ein Guter sein wird. *grummel



Mein Fazit: Wetter hin oder her, ich hatte eine prima Zeit und Walter, glaube ich wenigstens, auch! Schade, dass die Woche so schnell vorbei war. Der Urlaub hätte echt viel länger sein können.