Die Prinzensuite

Vielleicht erinnert ihr euch?

Im November 2007 habe ich eine Übernachtung in der Prinzensuite im Hotel Köhlerhütte Fürstenbunn in Waschleithe gewonnen. Ok, das ist nur 35 km von Zuhause entfernt, aber ich hab mich riesig gefreut. Die Suite kostet 100 Euro pro Nacht, das leiste ich mir nie und nimmer selber!

Am Sonnabend ging es also los. Wir haben unterwegs in Aue am Simmelcenter Halt gemacht, weil ich Walter die momentane Ausstellung dort zeigen wollte: DDR-Sachen. Ist es ein Zeichen, dass ich alt werde, weil ich mich gern an so was erinnere? Ich finde es immer wieder spannend, eine kleine Zeitreise in meine Jugend zu machen. Mag man davon halten was man will.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann weiter nach Waschleithe, wo wir uns erst einmal das Heimateck angesehen haben (Mist, ich kann keine Internetseite dazu finden).

Da war ich auch zum letzten Mal als Kind und ich muss sagen, ich war total begeistert. Die Anlage ist in einem TOP Zustand, man hat den Häusern nichts von dem schlechten Wetter der letzten Wochen angemerkt. Da wir ja früher selber mal eine Garteneisenbahn besaßen, weiß ich, welchen Aufwand man betreiben muss, um eine Anlage soooo gut in Schuss zu halten. Ich habe vieeeele, viele Bilder geknipst, damit ich alles in guter Erinnerung behalten kann. Hier mal nur ein paar ganz einzelne Beispiele:

Alle Figuren auf der Anlage sind geschnitzt. Und es gibt viele Figuren! Das finde ich prima und darin unterscheidet sich die Anlage von ähnlichen Miniatur-Anlagen, soweit ich das beurteilen kann.

Tja, das Oberbecken vom Pumpspeicherwerk Markersbach wollten wir uns auch ansehen. Meine Kollegen haben schon öfters geschwärmt, es wäre ein tolles Ausflugsziel, wo man gut spazierengehen kann. Nun … wir sind eine Betonstraße entlang gegangen. Links häßlicher, ungepflegter Wald, wie er in den letzten Jahren hier wohl modern geworden ist. Rechts ein riesiger, gleichmäßig spärlich mit Gras bewachsener Hang, gut durch Zaun mit Stacheldraht geschützt. Walter meinte, es ist, als würde ein Liliputaner um eine Badewanne herumspazieren… Wir fragten entgegenkommende Wanderer, ob es noch interessanter wird. Die Antwort war, dass man noch eine Weile laufen muss, dann hätte man einen guten Ausblick über Markersbach. Nun … es gibt genügend Aussichtspunkte im Erzgebirge, wo man mehr als nur einen Ort übersehen kann. Darauf hatte ich keine Lust. Also kehrten wir enttäuscht um und fuhren zum Hotel.

Ein wirklich seeeeehr, sehr schönes Hotel. Im Wald gelegen, ein Schaubergwerk vor der Nase. Super nettes Personal, dass immer freundlich und gelassen blieb, auch wenn es ein bisschen stressiger wurde. Die Suite war sehr schön. Die Sauberkeit fiel mir besonders auf. Nirgendwo war ein Anzeichen von Verschleiß zu erkennen, kein Schatten in den äußersten Ecken im Bad oder so. Prima. Ich mag den Landhausstil, in dem die Ausstattung ist.

Das Himmelbett sah seeehr romantisch aus. Leider hat es ganz unromantisch gequietscht, schon beim Hinsetzen. Und zwischen den 2 Matratzen war ein ziemlich großer, ausgeprägter Besucherritz. Walter hatte Angst, er könnte da versehentlich nachts hineingeraten und ich rolle darüber und schwubs, ist er auf Nimmerwiedersehen verschwunden. hihihihi Wir hatten also ziemlich viel zum Witzeln. Ein unerträglich lauter Whirlpool tat sein Übriges dazu.

Aus dem romantischen Wochenende wurde auf diese Weise eher ein albernes, aber total schönes Wochenende. Ein kleines Highlight war dies:

Rondo Marzipano

Darf ich vorstellen: Rondo Marzipano (Nugateis im feinen Marzipanmantel an Kirschragout)

Dieses Dessert haben wir zum Abendessen nicht mehr geschafft und so haben wir es uns abends 22:30 Uhr aufs Zimmer kommen lassen. njam njam sooooooooo lecker! Was für ein Luxus, das aufs Zimmer zu kriegen. Das hab ich zu Hause noch nicht geschafft. hihihi

Der Sonntag ging seehr ruhig zu, ich war schon früh wach und habe mich ins Wohnzimmer gesetzt. Die Morgensonne schien zum Balkonfenster herein, die Vögel zwitscherten und ich hab in dieser Idylle gestrickt, bis Walter aufgewacht ist. Was für ein Tagesbeginn! Dann gab es ein sehr abwechslungsreiches, üppiges Frühstücksbuffet. Schon wieder Schlemmen!
Nach Abreise fuhren wir kurzentschlossen zur Burg Scharfenstein.

Wir hatten Werbung davon gesehen und dachten, es könnte interessant werden. Es WAR Interessant! Wir erfuhren viel von Karl Stülpner, haben eine Unmenge an altem Spielzeug und historischem Kunsthandwerk gesehen. Es gab eine Klöppelstube: ein kleiner Klöppelladen, wo 2 Frauen geklöppelt haben. Nebenan gab es Bastelsachen und vor allem Patchworkutensilien. Dort war man auch gerüstet, mit Kindern zu basteln. Das find ich ja prima! Und dann war auch noch eine Stube, wo 2 Frauen mit Hardangerarbeiten beschäftigt waren. Dort gab es überall gestickte und andere selbstgemachte Sachen zu bewundern und auch zu kaufen. Ich hab es ein bisschen bedauert, dass in den Räumen keine Hintergrundmusik war. Es war totenstill, so dass ich mich nicht getraut habe, die Frauen anzusprechen. Dabei hätte ich doch so einige Fragen bestimmt gehabt.
Die Burg hat mir sehr gut gefallen! Im Museum gab es immer wieder kurze Videos zu sehen über Holzkunst, an den Wänden waren zahlreiche Mobile, die man mit Kurbeln bewegen konnte. So wird ein Museum nicht langweilig. Und für Kinder wird regelmäßig etwas ganz Besonderes veranstaltet: An bestimmten Terminen wird die Burg zur Märchenburg. Das muss ein echtes Erlebnis für Kinder sein, soviel ich gehört habe.

Auf der Rückfahrt haben wir noch am Wasserschloss Klaffenbach eine kurze Rast eingelegt und waren dann abends 18 Uhr wieder zu Hause. Es war ein wirklich schönes, ein durch und durch gelungenes Wochenende. Ein richtig lohnenswerter Kurzurlaub. Danke der BVO, die mit ihrem Hotelgutschein der Auslöser dafür war!

Stricktechnisch bin ich noch mit dem Pulli beschäftigt. Rücken- und Vorderteil haben nun wieder zusammengefunden. Noch ein paar Reihen und ich stricke den 2. Ärmel. Ich hab noch keine Ahnung, ob der Pulli überhaupt passen wird…

Hundeschule

Heute hatte ich gleich den nächsten schönen, aufregenden Nachmittag: Frau Rau aus dem vogtländischen Auerbach kam zu Besuch zu uns. Sie ist Hundetrainerin und nach ihrem Besuch ist es beschlossene Sache: In den nächsten Wochen kommt sie 1 x pro Woche vorbei und hilft mir mit unserem süßen Susi-Hund. Susi soll eine ordentliche Grundausbildung bekommen, damit das Leben mit unseren „wilden Hilde“ die nächsten Jahre problemlos funktioniert.

Frau Rau – ungefähr in meinem Alter, vielleicht jünger – ist super nett und sympathisch. Susi konnte nicht genug von ihr bekommen. Und das lag nicht nur an der kleingeschnitten Jagdwurst, die Frau Rau in der Tasche hatte! Erst gab es in Familie ein bisschen Theorie für uns Zweibeiner. Und so ganz nebenbei wurde dann im Familienverband festgelegt, dass ICH mit Susi trainieren soll… hm … eigentlich hatte ich eher gedacht, unserer Mutter sollte das tun, sie ist ja am meisten mit Susi zusammen und hat die größten Kontaktschwierigkeiten. Naja …
Anschließend ging es mit Susi aufs Feld zur ersten Lektion. Frau Rau hats vorgemacht und Susi hört gleich beim ersten Mal. Wo ist war nur mein kleiner Rebell geblieben? Auch bei mir hat Susi prima gehört. Ich hab sie sogar mal wieder von der Leine gelassen und es hat super funktioniert. So konnte ich auch gut zeigen, was Susi schon kann … Richtungswechsel auf Kommando, Frisby-Scheibe holen usw. In letzter Zeit hat sie ja da immer mal gemacht, was sie wollte. Heute nicht! Es gab viel Lob und das hat mich ja richtig stolz gemacht. Ein paar aufmunternde Worte helfen doch sehr! Statt nur innerlich darüber genervt zu sein, wie langsam Susi Fortschritte macht, hab ich mal vor Augen geführt bekommen, wie weit Susi schon ist. Ja, es hat wieder richtig Spaß gemacht, mit Susi übers Feld zu toben. Ich freu mich schon auf die nächste Stunde nächste Woche.

Prima finde ich, dass die Trainerin nach Hause kommt. Klar bietet sie auch Gruppenunterricht an. Aber das Training in gewohnter Umgebung hat auch was für sich und sie sieht, in welchen „Verhältnissen“ der Hund lebt und kann gleich entsprechende Tipps geben. Und für Leute wie uns, ohne Auto, ist es natürlich bequem. Sonst könnten wir gar kein professionelles Hundetraining in Anspruch nehmen. Ich hab mich im Internet ein bissel umgesehen, 30 Euro die Stunde sind völlig ok. Und bei Welpen rechnet sie viertelstündlich ab. Für den Fall, dass der Hund mal nicht so lange durchhält. Aber das ist bei Susi ja GAR nicht zu befürchten. hihihi

So, nun bin ich also stolz wie Bolle und sehr, sehr zuversichtlich. Susi dagegen ist das gerade furchtbar egal. Sie liegt 2 Schritte von mir entfernt, wie tot umgefallen und schnarcht leise vor sich hin. Ob sie von Jagdwurst träumt? Sie liebt jagen ja sehr … seit heute wohl in mehr als einer Bedeutung… hihihi

Schie wars!!!!

oder zu Hochdeutsch: Schön war es! Gestern nämlich. Ich habe besonders früh Feierabend gemacht und bin zu Sabine (Mrs. Needle) zu einem Ministricktreffen gefahren. Nur wir zwei. Wir saßen bei Sonnnenschein im Garten und haben es uns gutgehen lassen. Sabine hat mich mit lecker selbstgebackenem Kuchen verwöhnt und mir ihre Tuchschätze präsentiert. Ich kann euch sagen: In ihrem Blog sehen die Tücher schon toll aus, aber so in echt mit Befühlen … WOW. Ich bin ganz begeistert. Und ihrem Nicknamen wurde sie auch gerecht und hat mir Nadeln gezeigt, Knit picks nämlich. Von den Harmony woods war ich ja hin und weg. Und die Lila Seile … ratet mal, was ich mir als nächstes UNBEDINGT wünsche … hihihi Die Nadeln fassen sich so toll an, die Übergänge sind soooooo smooth … Oh, Christine, wenn du das mal zwischen die Finger kriegst, bist du bestimmt auch SOFORT begeistert!

Und beschenkt wurde ich auch. Diesen Schal (Nein, ich kann ihn nicht gelber Würger nennen, dafür mag ich ihn zu sehr) hab ich bekommen, da war ich vielleicht happy! Seht ihr, wenn ihr mal irgendwo Kommentare hinterlasst, wie „das passt hervorragend zu meiner neuen Lieblingsbluse“ oder so ähnlich … überlegt es euch gut, am Ende bekommt ihr das sogar geschenkt! Ich hab mich super gefreut, auch wenn mir der Gedanke unangenehm war, dass mein als Kompliment gedachter Kommentar als betteln verstanden werden konnte. *grins

Schickes Garn hab ich auch bekommen. Sabine wollte daraus ein Josephinentuch stricken und fand die Wolle dann nicht mehr schön. Ich schon und so darf ich mir jetzt dieses Tuch draus stricken. Das werde ich bestimmt auch bald tun. Ist ja an und für sich ideal für unterwegs.

Und dann hab ich noch genau zugeschaut, wie dieser Spüli gestrickt wird. Muss ich auch probieren, klaro!

Es war ein wunderschöner Nachmittag bei Sabine, ich hab die Zeit sehr genossen. Logisch, die Zeit war super schnell vorbei bei all dem Fachsimpeln, Wolle fühlen, Zeitungen schauen, stricken und und und … Schön, dass es wohl auch Sabine selber gefallen zu haben scheint, sonst hätte sie mich nicht wieder eingeladen. Sogar über Nacht darf ich mal bleiben. Wird bestimmt schön, wenn man nicht auf den Bus angewiesen ist… Ich freu mich schon sehr drauf!

Schlag auf Schlag

Mein Schwesterchen hat es in einem Telefonat schon festgestellt: Ich bin im UFO-Fieber und hab das letzte Pullover-UFO hervorgeholt. Ein Sommerpulli aus einer alten Anna. Grund des Ufo-Daseins war der kalte Herbst und ein Fehler 10 Reihen vorher – der Pullover wird von Ärmel zu Ärmel in einem Stück gestrickt. Da sind 10 Reihen ja Millionen Maschen … Gestern Abend hab ich das ganz euphorisch diese Reihen aufgeribbelt (und gleich mal probiert, ob die Länge des Pullis passt). Inzwischen sind diese Reihen wieder gestrickt und das Vorderteil wächst recht schnell Richtung Mitte. Im Vergleich zum Bambus-Garn ist dieses Designergarn suuuuper leicht. Leider hab ich zurzeit mal wieder ziemlich rauhe Hände, das macht die Strickerei mit dem Designergarn ein bisschen unangenehm.

Hier mal ein Foto vom Mittelteil, wo man das Muster gut erkennt. Es gibt nur auf dem Ärmel und entlang des U-Boot-Ausschnitts das Lochmuster. Der Rest ist glatt rechts gestrickt. Die Farben sind übrigens auf dem Foto ganz gut getroffen.

Ausschnitt zu groß

Ufo Nr. 2 ist am Wochenende auch fertig geworden:

Gelber Bambus-Pullover
Wolle: Bamboolo von Anchior
Verbrauch: 750 g für Größe 52
Strickzeit: 01.01.2007.-20.04.2008
Muster: Titelmodell von Diana 09/1999

So richtig zufrieden bin ich mit dem Ausschnitt noch nicht. Er ist ZUUUU tief. (Auf dem Foto ist er schon ein bisschen nach hinten gezogen, dafür ziehts dann im Genick wie Hölle. bäää) Da werde ich mir wohl noch etwas einfallen lassen müssen. Ein kleiner Rollrand vielleicht und vorn einen kleinen Häkeleinsatz? Na mal sehen. So gehts auf jeden Fall nicht. Der Ausschnitt steht in keinem Verhältniss zur Schwere des Materials. Da fühl ich mich nicht wohl.

Auf die Trageeigenschaften der Bamboolo bin ich schon gespannt. Ich hab ja noch mal in rosa genug, um ein ärmelloses Top zu stricken.

Grüne Jacke fertig

Gestern war ich Knöpfe für die grüne Jacke kaufen. Sehr schnell war ich erfolgreich. Dank natürlich der guten Beratung in meinem Lieblingsgeschäft! Nur der Preis war schockierend. Ich hab ja schon ewig keine Knöpfe mehr gekauft, aber 1,60 € für EINEN??? Ist doch nur ein bissel Plastik. Aber egal. Die waren perfekt, alles andere zu hellgrün, zu gelbgrün, zu olivgrün, zu dunkelgrün, Goldknöpfe waren zu massiv … bla bla bla

Zu Hause hab ich mich dann gleich hingesetzt und die morgens im Bus zu Ende gestrickten Ärmel zusammengenäht und eingesetzt. Ja! Ich hab im Bus sogar auf meinen Schönheitsschlaf verzichtet. Ich WOLLTE die Jacke unbedingt fertig bekommen. Und hab es natürlich geschafft.

Weil Susann neulich so schöne Fotos gemacht hat, „durfte“ sie heute gleich noch mal …

Grüne Ajourjacke
Wolle: Coco von Twister
Verbrauch: 450 g für Größe 52
Strickzeit: Ostern 2007-16.04.2008
Muster: Titelmodell aus Maschenspaß 1/2007 (Die schönsten Jacken)

So sieht der Rücken aus. Und hier gleich noch ein bisschen näher:

Und extra für Sylvia NOCH näher:

Erkennst du die Wolle hier besser, Sylvia? Hier nun auch noch die Knöpfe:

Ich freu mich, dass sie fertig ist. Sie lässt sich super bequem tragen. Im Büro fand sie wohl Anklang. Eine Kollegin meinte, ich müsste mich darauf gefasst machen, dass mich JEDER anfassen und mit mir kuscheln will. Und dann hat sie gefragt, ob sie auch mal anfassen dürfe… hihihihi AAAAAch sooooo kuschelig!

Ja, das ist sie zweifellos. Und ich muss sagen … Ich bin SEHR SEHR froh, dass ich eueren Hinweisen gefolgt bin und nur oben ein paar Knöpfe angebracht habe. Vorher hätte ich nie im Leben gedacht, dass mir so was stehen würde. Ich war der Meinung, es sieht aus, als würde mein dicker Bauch nicht in die Jacke passen, wenn der Bauch herausschaut. Jetzt entpuppt es sich als ein bisschen streckend. Man sollte vielleicht öfters mal was riskieren.

Ah ja … 250 g von dem Garn habe ich übrig. Das werde ich wohl in ebay unter die Menschheit streuen. Oder hat jemand Interesse?

Sonntagsarbeit

Gestern habe ich fleißig gestrickt. Woran??? An einem weiteren Ufo! Am 01.01.2007 begonnen wurde ein gelber Pulli aus Bamboolo von Anchor. Und mutierte zum Ufo, weil das Material nicht reichen würde und mich die ewigen Knoten in jedem Knäuel ziemlich nervten. Inzwischen hab ich ja Material aufgestockt und gestern also weitergestrickt. Der Rücken war zu kurz, also noch ein bissel angestrickt. Vom Vorderteil gabs nur 20 cm, der Rest wurde auch gestern fertig. Jetzt wiegt das Ganze schon 500 g. Heute hat meine liebe Kollegin im Büro geholfen und mich abgelichtet:

So sieht es aus der Nähe aus:

(Hilfe, ich muss dringend in die Sonne!)

Mit der Rückenansicht bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich muss meiner Kollegin Recht geben, es sieht aus, als hätte ich einen Enten-Purzel. Aber auftrennen tu ich den Ärger-Pullover nicht noch mal! Purzel hin oder her … meinen Rücken seh ich selber ja nicht. *grummel

Nun steht hier aber die nächste Hürde bevor: Ich finde einfach das Anleitungsheft nicht mehr und somit hab ich ein Problem mit den Ärmeln. Und wehe es sagt mir jetzt jemand, der Pulli sieht auch ohne Ärmel gut aus! WEHE WEHE!!!! Ich hab nämlich extra Garn nachgekauft, damit ich die ollen Ärmel stricken kann!! Ich hasse Ärmelstricken!

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Themenwechsel: ÜBRIGENS…. vielen, VIELEN Dank für euere Kommentare zu meiner grünen Jacke! Ich werde am Mittwoch Knöpfe kaufen gehen … nur für oben, nicht für durchgehend! Damit vertraue ich eueren Ratschlägen.  Der erste Ärmel ist heute in der Pause auch zur Hälfte gewachsen. Bei 5er Nadeln geht das ja ruck-zuck.

Schal fertig

Schon am Donnerstag wurde nach gefühlten 2 Jahren Strickzeit mein allererster Lace-Schal fertig. Aber es war ein Unterwegs- und Pausenprojekt. Da dauert es halt länger. Der Schal ist exakt so groß wie eine Gymnastikmatte (hab ich zum Spannen benutzt) bzw. wie eine schöne Bank (siehe weiter unten). Die Bank hier auf den Foto wirkt in Original eigentlich gar nicht so schmutzig.  Aber Abschleifen wollte ich sie auch nicht erst, sie gehört mir ja nicht. hihihi

Upstairs Schal
Wolle: Lacre LC von Birgit (die Woll-Lust)
Verbrauch: 108 g für Größe 60 x 180 cm
Strickzeit: 06.03.-10.04.2008

Und hier noch ein paar Bilder aus meiner Umgebung. Das Foto in meinem letzten Beitrag, mit dem Wald dahinter, hat in der Familie ein bisschen Diskussion hervorgerufen. Denn es sieht ja – Regina hats im Kommentar festgestellt – aus, als wär der Wald wirklich nur einen Steinwurf weit entfernt. Tatsächlich muss man schon ca. 10 Minuten straff den Hang besteigen, bis man am Waldrand ist. Dort sieht es dann zum Beispiel so aus:

Unten an diesem Hang findet man diesen künstlich angelegten Teich, wo ich gern Rast halte:

Susi hat sich wieder heimlich aufs Bild gemogelt. Wenn immer ich mit der Kamera spiele, ist sie plötzlich da.

UFO aufgetaucht

Ein weiteres UFO ist aus der Versenkung aufgetaucht. Letztes Jahr um Ostern habe ich damit begonnen: Eine maigrüne Jacke. Aber das Projekt stand unter keinem guten Stern. Erst hab ich um METER zu groß begonnen, noch mal von vorn. Ich wollte den unteren Teil im Ganzen stricken. Die Vorderteile und das Rückenteil ab Armausschnitt hab ich keine-Ahnung-wie-oft aufgetrennt und neu gestrickt. Irgendwie hat die Berechnerei hinten und vorne nicht gepasst. Schließlich landete es in der Ecke. Neulich hab ich es vorgeholt und wieder bis zu den Armausschnitten aufgetrennt. Heute schließlich hab ich mich entschlossen, daran weiterzustricken. Es ging ganz gut, Rücken- und Vorderteile sind fertig geworden. Ich hab mir die Weste schnell mal übergeworfen und meine Mutter gezwungen, mich zu fotografieren:

So, nun müssen nur noch Ärmels drann. Vorn wird eigentlich nach Anleitung nur über der Brust mit Knöpfen geschlossen, aber ob ich das auch so mache? Ich glaube, ich werde figurbedingt wohl über die ganze Länge Knöpfe annähen.

Mein erster Spüli

Gestern Nachmittag saßen wir ohne Jacke im Garten. Pullover und Weste hat gereicht! Wunderbares Gefühl, es „gieht wuhl is bargl nanner naus“, würde mein Vater sagen. Und die sonne genießend hab ich dabei meinen ersten Spüli gestrickt. Naja, eigentlich kein SPÜLI, sondern ein Seiflappen. Das Muster ging schnell zu stricken, ich liebe es als Bundmuster für Pullover. Gestrickt aus einem Rest Marmara von Wolle-Rödel.

Seiflappen, der erste

Weil man von dem Muster gar nichts sieht, hab ich mir gedacht, ich fotografiere es nochmal im Detail von meinem Sofakissen:

Ups. Susi war schneller im Bild, als ich den Auslöser drücken konnte. Sie liebt gestrickte Sachen!

Die Rückseite sieht so aus:


Nach langer Enthaltsamkeit…

Nach langer, langer Enthaltsamkeit habe ich mich heute für einen Swap angemeldet, nämlich für den Spüli-Swap. Nachdem ich so viel über Spülis in anderen Blogs gelesen habe, hab ich mich in den letzten Tagen in der yahoo-group angemeldet. Und  der Swap klingt sehr gut: An 3 aufeinanderfolgenden Monaten bis Monatsmitte 1 Spüli stricken und verschicken. Ohne große Extras. Und ich finde es spannend, 3 Spülis zu bekommen. Ja, das gefällt mir! Anmeldungen sind übrigens noch bis 15.04. möglich. Wer also Interesse hat, HURRY UP!

Klöppelversuche

Auch wenn der Klöppelkongress letzte Woche nicht SO überwältigend war … Eindruck hat er doch irgendwie hinterlassen. Es gab ja noch die vielen Besucher, insbesondere jene, die Geklöppeltes am Leib trugen. Geklöppelte Schals sind DER Hit. Ach, da fällt mir ja auch noch ein ganz besonderes Erlebnis ein: In einer alten ANNA ist ein weißer Klöppelschal drin, in den ich mich verliebt habe.

Dieser ach so schöne Schal war auch der Grund, warum Walter angefangen hat, für mich Wolleklöppel zu drechseln (50 Paar kaufen ist irre teuer). Das Problem mit dem Schal war, dass der Klöppelbrief beim Verlag bestellt werden musste und als ich das vor 2 Jahren tun wollte, gab es davon nix mehr. Und selber einen Klöppelbrief machen … naja … das ist nicht so mein Ding. So, das also die Vorgeschichte. Kaum aus meinem Blick verschwunden, hab ich das natürlich bereut. Bei meinem Schwesterchen hab ich mal vorgefühlt, ob SIE denn nicht die Frau ansprechen könnte, wenn ich sie wiederfinde… Den ganzen Nachmittag hab ich mich umgesehen. Die Frau war verschwunden. Als dann um 18 Uhr die Durchsage kam, dass gleich geschlossen wird, hab ich mich am Ausgang platziert. Meine Milchmädchenrechnung: Jeder, der rein muss, muss auch wieder raus. Und klar, dass man die Händlerhalle nicht nur 5 Minuten lang besucht. Also MUSS sie noch hier sein. Und so war es… Sie ging an mir vorbei, die Jacke nun schon geschlossen, es war nur ein klitzekleines bisschen von einem weißen Schal zu sehen. Klöppelschals sind sonst ja eher bunt … das musste sie also sein … oder??? … Wir also hinter ihr her nach draußen. Mutige Schwester spricht sie an … Und siehe da, es war ein supernettes 2 – 3 Minutengespräch. Die Frau war sofort bereit, den Klöppelbrief zu schicken. Porto in die Hand gedrückt, Adressen ausgetauscht. Nun heißt es warten. Und ich bin glücklich!!! Hoffentlich kommt der Klöppelbrief bald. Ich bin schon ganz hibbelig.

Und damit das Warten nicht zu lang wird, habe ich mich gestern schon mal ein bisschen „warmgeklöppelt!. Der Nachteil, wenn man nur 1 x im Jahr klöppelt ist, dass man irgendwie immer von vorn anfängt und sich als ewiger Anfänger fühlt.

Und so sieht es dann fertig aus:

Ca. 30 cm Mini-Rohrstuhlgrund und ein Bändchen mit stinknormalem Leinenschlag. Das Garn ist Jeansnähgarn mit einem Glitzerfaden von Bart Francis gepaart. Glitzert bei Licht total schön, auf dem Foto – das ewige Leid – merkt man davon nicht viel. Dieses Pröbchen wird den Ausschnitt einer etwas tief ausgeschnittenen Bluse verzieren. Ich werde heute gleich mal sehen, wie das aussieht.

Fazit nach einem intensiv-Klöppel-Sonnabend: Rohrstuhlgrund macht mir auch nach mehr als 10 Jahren Spaß. Ich freu mich schon super auf den Schal. Klöppeln macht mir (immer noch/immer wieder) Rückenschmerzen. Somit wird Klöppeln auch weiterhin etwas sein, was ich mag, aber seeeeehr selten tu.

Ein Ufo weniger

Noch vorm Klöppelkongress fertig gestellt und dort probegetragen habe ich ein Häkelufo aus dem letzten Jahr. Die Fotos entstanden übrigens am Sonntag bei herrlichem Wetter im Burghof Abenberg.


Häkelüberwurf
Wolle: Contessa Microfaser Cable von Feria
Verbrauch: 415 g für Größe 52
Strickzeit: 18.08.-27.03.2008
Muster:
Anna Häkeln

In Neumarkt wurde ich übrigens mehrfach angesprochen und habe Lob über Lob bekommen. Diese enorme Aufmerksamkeit war mir zwar ein bisschen unangenehm, aber insgeheim hat mich das natürlich auch stolz gemacht. Sogar Fotos wurden von mir gemacht! Wer würde sowas bloß denken – ICH jedenfalls nicht. Da kriegt man ja Starallüren! tz tz tz

So was kann auf jeden Fall auch eine gewisse Handarbeitsunlust beseitigen, das kann ich euch sagen!