… bin ich dieser Tage. Es gibt nicht viel vorzuzeigen. Ich probiere dies und jenes aus, ich stricke nach wie vor noch. Am Wochenende war ich auf einem Trödelmarkt und habe einen ganzen Stapel alter Zeitschriften und Schnittmusterbogen gekauft. Zu Hause hat sich dann bei näherer Betrachtung herausgestellt, dass ca. 50 der Hefte allein nur Nähmagazine aus der DDR sind. Das ist ja nun (leider) gar nichts für mich. Mal sehen, was ich damit mache. Schließlich hab ich auch so ca. 60-70 doppelte Anna’s und Lena’s hier, die mir schon im Wege sind…
Aber es waren auch ein paar alte Strickhefte dabei. Ich liebe sie ja. Sie waren den “Ballast” auch wert. Bei den Schnittmusterbogen sind viele aus der “Für Dich”. Und dazwischen waren gaaaanz alte Handarbeitsbogen mit Schnittmusterteil. Sie gehörten zur Zeitschrift “Mit Nadel und Faden” aus dem Beyer-Verlag. Dank Herrn Google weiß ich inzwischen, dass nach der Enteignug aus diesem Verlag der Verlag für die Frau entstanden ist. Tja … und meine Bogen sind aus den Jahren 1936 – 1942!!!! Da sind vielleicht Sahnestückchen dabei! Ich wusste gar nicht, dass damals Kelim-Kissen modern waren. Die gefallen mir nämlich sehr gut. Leider, leider gibts die Magazine dazu nicht in meinem Bestand. Habe gleich die Erbstücke meiner Ex-Schwiegeromi hervorgekramt. Die sind leider schon aus dem Verlag für die Frau, also 50er Jahre. Ach, wie schade! Jedenfalls habe ich in den letzten Tagen seeehr viel geschmökert und geträumt, wie wohl die Hefte dazu aussehen. Interessant finde ich, dass viel wert auf Material-Sparsamkeit und auf Resteverwertung gelegt wurde. Das geht heutzutage ja oft ein bisschen verloren…
Tja, wie gesagt. Zwar stricke ich, aber auch irgendwie nicht. Die Hefte ziehen mich an. Dieses hier hat auch den Weg zu mir gefunden:
Nicht, dass es in falsche Hände gerät. hihihi Vielleicht, eines Tages, steige ich noch groß in die Kunststrickerei ein. Dann hab ich schon mal viele schöne Anleitungen griffbereit. *grins
Ich habe durch den Zeitungsartikel letzten Monat übrigens immer noch das eine oder andere Feedback. Heute habe ich mit einer achtzigjährigen Frau telefoniert (mit der Stimme einer rüstigen Mittfünfzigerin), die den Artikel gelesen hat und gleich mal nach Wollresten gekramt hat. Seitdem strickt sie Babymützen. 8 Stück sind schon fertig. Sie strickt noch ein paar mehr, vielleicht auch Söckchen dazu und dann darf ich es abholen. Ich hab mich sehr gefreut!
So, nun noch was zum Schmunzeln. Ein Strick-Lied:




… tja wer … hm … das ist Puppe. Sie hat leider nie einen Namen bekommen. Vor vielen Jahren gekauft, um ein kleines Mädchen zu beglücken, das mich oft besuchte. “Puppe” hatte viele gestrickte Sachen, die ich auch noch hüte, wenn auch für … ich-weiß-nicht-wen und ich-weiß-nicht-wozu.
Der grüne Pullover war eine Materialprobe, ich erinnere mich ans Stricken, als wär es letzte Woche gewesen. Das Garn war ein Leinengemisch von Fischer-Wolle. Es ließ sich super verstricken, wurde beim Waschen in der Maschine auch wieder schön. Bis ich mich ausgekäst hatte, gab es das Garn leider nicht mehr. Ich wollte davon meinem Mann einen Pulli stricken … nun ja … Garn = weg, Mann = Vergangenheit. Immerhin hält der Pulli Fräulein “Puppe” seit Jahren warm. *grins


So, nun geh ich wieder aufräumen …
Wie häufig muss eine Kollegin herhalten, wenn es beim Fotografieren an hilfreicher Hand fehlt. Heute brauchte ich Kollegin Sumsi, die Abfallbiene, als Modell. Sie war willig, auch wenn die eingeklemmten Fühler drücken, sagt sie.




Tischler, Steinmetz, Gießer, Schnitzer, Bürstenmacher verschiedenster Art, Handschuhmacher (HOCH interessant), Maler, usw. Es ist wirklich interessant, ihnen über die Schulter zu sehen. Anderen beim Arbeiten zusehen, das mag ja eh fast jeder. hihihi





Da es am Vormittag noch recht kühl war, waren wir über die “gute (Bastel-)Stube” ganz froh. Wir hatten uns auf sommerliche Temperaturen eingerichtet und hätten wohl draußen noch tüchtig gefroren… Aber so war alles prima.
Fazit: Ein super Start in den Stricktag! In angenehmer familiärer Umgebung hatten wir nette Gespräche. In Zwönitz gibt es nette Strickerinnen! Das Bastelparadies hat noch ein paar Sympathiepunkte dazugewonnen. Jetzt geh ich da NOCH lieber hin zum Einkaufen. *grins. Pläne fürs nächste Jahr: Raus auf den Marktplatz, in die (sichtbare) Öffentlichkeit! Meine Meinung: JAAAAAA nur zu!!!!!!! Super Idee!!!!


hm … LECKER … sage ich nur.



