Christine war letztes Jahr schon dort. Ich noch nicht. Und da ich mir gern ein eigenes Bild zu ihren Geschichten machen möchte, wollte ich gern mal hin. Zufällig fuhren wir an diesem Wochenende gen Norden Richtung Ostsee in den Urlaub und machten auf dem Weg dahin Station bei Schwesterchen. Und so konnten wir sie rein zufällig begleiten…
Schon im Zug haben wir 2 Mädels fleißig gestrickt:

Christine trägt ihren jüngsten Pulli, den sie natürlich noch nicht in ihrem Blog vorgezeigt hat. Das hat ja auch Zeit … *GRUMMEL
Man sieht es nicht gut, aber ich trage den Pulli von Frau Kluge, der inzwischen noch ein kleines Bündchen am Halsausschnitt bekommen hat.
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Die Handarbeitsbörse… Es ist eine wirklich seeehr schöne Messe. Ich war vor allem extrem positiv überrascht, wie viele Klöppelsachen ausgestellt waren. Das habe ich mir so weit im Norden nicht träumen lassen.


Die Bandbreite der vertretenen Handarbeiten war auch beeindruckend. Bei den vielen Hardanger-Kunststücken geriet ich ins Schwärmen:


Sogar ein Flechter war da, der kunstvolle Stuhlflächen geflochten hat. Man konnte ihm zusehen und er hat offensichtlich gern die Fragen der Zuschauer beantwortet.

Eine umfangreiche Modenschau gab es auch zu sehen. Im Verhältnis zu den Scharfensteiner Handarbeitstagen war diese Modenschau weitaus professioneller.
Musik perfekt.
Moderation: perfekt.
Models: perfekt.
Präsentation: perfekt.
= Alles pefekt!?!?!?
Aber ach … ich fand es ehrlich gesagt, ziemlich langweilig. Es wurden Designer-Dinge gezeigt. Mich hätten eher die gewerkelten Objekte der Stände „in Aktion“ interessiert. Eben wie in Scharfenstein. Himmel, bin ich ein verwöhntes, schwer zufrieden zu stellendes Gör. hihihi
Gekauft habe ich nichts. Blöd, wenn man sein Urlaubsgeld schon am ersten Tag ausgibt. Ich war sehr diszipliniert. Geholfen hat mir, dass es nicht wirklich Schnäppchen gab. Wer sich im Internet auskennt, weiß, dass es die Sonderangebote dort noch günstiger gibt. Ich habe gesehen, wie viele Besucher die Preise nicht kennen …
Interessiert hätte mich wieder Wolle von Wolle-online, aber da habe ich ja noch zu liegen. Der Stand war seeeehr verführerisch!

Doch ich blieb standhaft. Eigentlich wollte ich während des Urlaubs einen Pullover für mich aus meinem letzten Einkauf bei Wolle-online beginnen, aber es wird wohl noch dauern… *grins Das Garn ist noch nicht ganz reif…
Ausgestellt waren wunderschöne Quilts. Ich bewundere sie ja sehr, werde mich aber wohl nie selber rantrauen. Also gilt für mich bei solchen Gelegenheiten: Den Anblick staunend genießen!

Der in meinen Augen schönste hatte Postkarten eingearbeitet. Was für eine schöne Idee:

Weiterhin waren … (hm … wie formulier ich etwas, wofür ich keine Worte habe … mal in meinem Wortschatz kramen)… Kunstobjekte zu sehen aus Naturmaterialien und Garn.

Behäkelte Naturobjekte, könnte ich es auch benennen. Auf den ersten Blick war mein Gedanke: wie merkwürdig. Kunst eben.

Aber dann, beim genaueren Hinsehen, fand ich es schön. Saubere Handarbeit, schöne Farben.

Was ich damit machen würde, weiß ich trotzdem nicht *grins. Ich bewundere auf jeden Fall die Fantasie, die man für diese Art der Kunst braucht. Mit solch einem Objekt könnte ich (vorausgesetzt ich habe genügend Platz) eher was anfangen als mit abstrakt gemalten Bildern… Ich bin ein bekennender Kunstbanause. *grins
Es gibt noch viel mehr zu berichten. Es gab einen Stand mit Taschenbastel-Zubehör und vielen ausgestellten selbstgemachten Taschen aller Art. An einem Stand wurden maschinegestrickte (und was für schicke!) Kleider verkauft. Filzen, Sticken, Weben, Häkeln, Spinnen … Es gab sooo vieles zu sehen. Ach … fast vergessen! Das außergewöhnlichste Highlight in meinen Augen war schon vor der Halle zu sehen:

Ja, auch das Straßenbild kann man mit Gestricktem aufhübschen. Geländer aller Art incl. gestrickter Kettenglieder,

und auch jeder Größe, sogar in Überlängen … hihihi :

Verkehrsschild-“Stämme“ und andere Säulen aller Art,

sogar Bäume kann man optisch aufwerten

bzw. mit allerlei Woll-Getier beleben:
Und wer sich schon immer ärgerte, dass in seinem kleinen Garten kein Platz für Obstbäume ist, dem sei diese Idee angetragen. So wird z.B. ein Fliederbusch, oder wie hier eine Linde doch gleich viel leckerer.

Auch gut ist die Idee für diejenigen, die gern das ganze Jahr ihr Lieblingsobst ernten wollen. *grins:

Ich fand das einfach total cool, auf diese Weise im Umfeld auf die Börse aufmerksam zu machen. So werden sogar Aschenbecher und Mülleimer schick.



Was mir zu diesem Thema grad einfällt: „Liebling, wenn du nicht bald endlich den Gartenzaun streichst, dann hole ich die Stricknadeln raus!…“
Fazit meines Besuches: Eine schöne Handarbeitsmesse, deren Besuch ich jedem empfehlen würde, der in der Nähe wohnt. Echt sehenswert! Für mich lohnt die lange Anreise extra dafür leider nicht. Aber wenn ich mal wieder REIN ZUFÄLLIG bei Christine bin … na, dann … ihr wisst schon…